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Reeperbahn Festival holt Holland nach Hamburg

Auch 2019 zeigen die Niederländer starke Präsenz beim Reeperbahn Festival. Dazu gehören der Showcase- Nachmittag Dutch Impact und ein Dinner am Reeperbahn-Donnerstag.

17.09.2019 09:53 • von Jonas Kiß
Für das niederländische Exportprogramm Dutch Impact verantwortlich: Bas Reeders vom Dutch Music Export (Bild: Eurosonic Noorderslag)

Auch 2019 zeigen die Niederländer starke Präsenz beim Reeperbahn Festival. Dazu gehören der Showcase- Nachmittag Dutch Impact und ein Dinner am Reeperbahn-Donnerstag.

»Als Nachbarland ist Deutschland einer unserer wichtigsten Exportmärkte für Livemusik«, sagt Bas Reeders, zuständig für die Eventreihe Dutch Impact bei Dutch Music Export, einer Initiative des Fonds PodiumKunsten, Buma Cultuur und der Stiftung Popcoalitie.

Diese enge Beziehung zu Deutschland sei auch der Grund, warum die Niederländer schon so lange mit Showcase-Events beim Reeperbahn Festival vertreten seien, so Reeders weiter. Sogar bei der ersten Ausgabe des Reeperbahn Festivals im Jahr 2006 war Holland mit Künstlern vertreten. 2016 waren die Niederlande dann das offizielle Partnerland beim Reeperbahn Festival.

»Im Laufe der Jahre haben wir vom Dutch Music Export, zusammen mit den Künstlern und ihren Partnern, großes Vertrauen gewonnen, dass sich unsere Präsenz in Aufmerksamkeit und Resultaten für die niederländischen Künstler niederschlägt.« Zwar sei es nahezu unmöglich, die tatsächlichen Resultate eines Showcase-Events in genauen Zahlen oder sonstigen Ergebnissen auszudrücken, aber das Engagement im Exportbereich sei immer auch Teil einer größeren Strategie, erläutert Reeders. Ein Showcase sei nur ein Teil davon.

»Aber all die Jahre beim Reeperbahn Festival haben uns gezeigt, dass diese Veranstaltung eine sehr wichtige Plattform ist, um dem Rest der Welt die Qualität und die Diversität der niederländischen Musik zu zeigen. Dadurch wird es unvermeidlich, die Niederlande als Musikmarkt und als Land ernst zu nehmen«, betont Reeders. Zugleich sei das Reeperbahn Festival wichtig, um ganz konkret die Aufmerksamkeit klar auf bestimmte Themen zu lenken, welche Acts und Veröffentlichungen man im Auge haben sollte.

In diesem Jahr sind das etwa die acht Bands, die am 19. September zwischen 13 und 18 Uhr im Molotow-Club auftreten - und zwar immer im Wechsel zwischen Innenraum und dem Hof des Clubs. Den Anfang macht das Indie-Pop-Duo Donna Blue, gefolgt von der Popband Rondé. Jeangu Macrooy bietet danach eine Mischung aus Motown, Reggae, Gospel und Soul, während sich Someone auf Psych-Pop spezialsiert haben.

Um 15:30 Uhr spielt das Duo Feng Suave ebenfalls Psych-Pop, Chef'Special verknüpfen danach Indie Pop, HipHop, Funk und Ska. Zum Schluss kredenzen Yin Yin einen psychdelischen Rock'n'Roll-Mix und Junge By Night verbinden Krautrock, Jazz und Afrobeat miteinander. Und auch sonst treten auf der Reeperbahn niederländische Acts auf: Beim Country-Showcase »Neon Nashville« am Mittwochabend ist etwa Ilse DeLage (Common Linnets) dabei.