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Charts KW 38: Vierter Albumspitzenreiter von Fantasy

Das Schlagerpopduo Fantasy schnellt mit "Casanova" direkt an die Spitze der mit 27 Neueinsteigern aufwartenden deutschen Longplaycharts und kann hier seine vierte Nummer eins feiern. Bei den Singles übernimmt Loredana mit "Kein Plan", einer Kollaboration mit Mero, das Kommando.

13.09.2019 16:02 • von Frank Medwedeff
Zum vierten Mal ganz oben in den Top 100 Longplay: Fantasy (Bild: Sandra Ludewig)

Fantasy schwingen sich nach der ersten Verkaufswoche ihres Albums Casanova" direkt auf die Pole Positon der Top 100 Longplay in den Offiziellen Deutschen Charts. Für das Duo ist dies hier bereits die vierte Nummer eins nach Eine Nacht im Paradies" (2014), Freudensprünge" (2016) und Das Beste von Fantasy - Das große Jubiläumsalbum mit allen Hits!" (2018).

Markus Hartmann, Vice President RCA & Ariola GSA Sony Music, kommentiert: "Fantasy zeigen mit der Nummer eins, dass der Pop-Schlager zurecht enorm populär ist, und dass man sich in dem Genre hervorragend weiterentwickeln kann - wie Fantasy es mit ihrem fantastischen Team immer wieder tun - und dass dies vom Publikum auch belohnt wird. Freddy und Martin haben mit 'Casanova' ein sehr frisches Album gemacht, mit dem Fantasy ihren Status als Speerspitze und erfolgreichstes Duo in dem Segment noch weiter ausbauen."

Der österreichische Rapper Dame erobert mit Zeus" auf Anhieb den zweiten Platz, und der Tabellenführer der vergangenen Woche, Peter Maffays Jetzt!", belegt nun den dritten Rang. Damit stehen lauter von Sony Music vermarktete und vertriebene Alben auf dem Treppchen.

Mit der Wiener Band Wanda und Ciao!" sowie Hein Simons mit Lebenslieder" folgen auf den Positionen vier und fünf weitere Neuzugänge, wie auch auf den Plätzen sechs (Status Quo mit Backbone") und sieben (Hollywood's Bleeding" von Post Malone). Insgesamt bringen es 27 Neueinsteiger in die Top 100, wie GfK Entertainment bestätigt.

Die Top 10 ergänzen Tool mit Fear Inoculum" (von zwei auch acht), Sarah Connors Herz Kraft Werke" (unverändert an neunter Stelle) sowie Rammstein mit ihrem gleichnamigen Album (wie in der Vorwoche auf zehn).

Nächster Neuankömmling ist Iggy Pop mit Free" auf Rang 13, auf dem der einstige Wegbereiter des Punkrock mit einer Mischung aus Spoken Poetry, Jazz, Avantgarde und Ambient überrascht. Rapper Mert schafft es mit Boxerschnitt" auf Platz 16, und von null auf 19 geigt sich Lindsey Stirling mit Artemis". Schlagersängerin Anna-Carina Woitschack greift mit Schenk mir den Moment" auf Position 21 ins Geschehen ein, und die Black Star Riders brettern mit Another State Of Grace" direkt auf den 23. Rang. Ebenfalls im obersten Charts-Drittel debütieren Was bleibt" von Madeline Juno (Platz 25), Talviyö" von der finnischen Metalcombo Sonata Arctica (26), K-12" von Melanie Martinez (27), Rubberband" aus dem Nachlass von Miles Davis (32) sowie Ardian Bujupis Rahat" (33).

Sony Music behauptet mit 35,4 Prozent Marktanteil knapp vor Universal Music (34,7 Prozent) die Führungsposition in der Rangliste der Vertriebsfirmen zu den Longplaycharts. Ein prozentual zweistelliges Ergebnis vor dem Komma erreicht ansonsten nur noch Warner Music (19,1 Prozent). Platz vier belegt Believe/GoodToGo (4,6 Prozent) vor Kontor/Edel (4,4 Prozent).

In den deutschen Singlescharts übernimmt ebenfalls ein neu gelisteter Titel die Führung, Kein Plan" von Loredana im Verbund mit Mero. Vorwochentriumphator Apache 207 parkt seinen Roller" nun an zweiter Stelle. Samra und Capital Bra müssen sich mit dem Einzug ihrer neuen gemeinsamen Single, Huracan", auf Rang drei zufrieden geben.

Je einen Platz nach unten gehen Dance Monkey" von Tones And I (von drei auf vier) sowie die Señorita" von Shawn Mendes & Camila Cabello (von vier auf fünf).

Im Kontrast zu den Longplaycharts tauchen bei den Singles lediglich zehn neue Titel in den Top 100 auf. Neben den beiden erwähnten Podiumshits sind im ersten Drittel nur noch Mikas Paradies" (Rang 20) sowie Entourage" von Eno (31) zum ersten Mal dabei.

Universal Music bleibt hier mit 43,8 Prozent Marktanteil unangefochten in der Distributorenwertung vorn. Es folgen Sony Music (21,7 Prozent), Warner Music (18,2 Prozent), Believe/GoodToGo (14,2 Prozent) sowie Kontor/Edel (1,6 Prozent).

In den Compilation-Charts hält die Dominanz der Bravo Hits 106" in der siebten Woche an. Passend zur Schlagerhausse in den Top 100 Longplay mit den Erfolgen von Fantasy und Hein Simons ist hier die Kopplung Ich find Schlager toll - Herbst/Winter 2019/20" auf Rang zwei höchster Neueinsteiger (und einziger im Vorderfeld). The Dome Vol 91" fällt dadurch auf Rang drei zurück - und auch bei den weiteren Top-10-Platzierungen ergeben sich nur minimale Verschiebungen gegenüber der Vorwoche.

Primus der Vertriebe bleibt hier eindeutig Sony Music mit der absoluten Mehrheit von 50,1 Prozent Marktanteil. Universal Music kommt auf 38,1 Prozent. Mit deutlichem Abstand folgen Kontor/Edel (4,6 Prozent), Warner Music (4,1 Prozent) und Zyx Music (2,6 Prozent).