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Charts KW 37: Peter Maffay steigert Rekorde

Mit "Jetzt!" landet Peter Maffay seinen 19. Spitzenreiter in den deutschen Top 100 Longplay und seine 301. Woche in den Top 10 - und verbessert damit seine Allzeitrekorde weiter. Bei den Singles sichert sich Apache 207 mit "Roller" erstmals die Pole Position.

06.09.2019 15:49 • von Frank Medwedeff
"Jetzt!" wieder Nummer eins: Peter Maffay (Bild: Andreas Ortner)

Peter Maffay schwingt sich mit dem an seinem 70. Geburtstag, dem 30. August 2019, veröffentlichtem Album Jetzt!" direkt auf den obersten Podestplatz der Offiziellen Deutschen Charts. Wie GfK Entertainment bestätigt, verbessert der Rockstar damit zwei von ihm gehaltene Rekorde in der hiesigen Hitlistenhistorie: 19 Nummer-eins-Alben und 301 Wochen Präsenz in den Top 10 hat er nun zu Buche stehen.

Wie sein Vertriebspartner Sony Music anmerkt, führe er sogar das "weltweite Albumranking" an, denn "kein Musiker in irgendeinem Land der Welt" habe "mehr Nummer-eins-Alben veröffentlicht als Peter Maffay in Deutschland". Markus Hartmann, Vice President Ariola & RCA GSA bei Sony Music, kommentiert: "Peter Maffay liefert mit dem fantastischen neuen Album 'Jetzt!' erneut einen Meilenstein der deutschen Rockmusik: Das mutige, in Teilen politische neue Album schafft es im wirklich umkämpften Markt auf Platz eins der Charts! Zum 19. Male in seiner Karriere erobert Peter Maffay damit die Spitze der Offiziellen Deutschen Albumcharts, dies zeigt neben dem großen kommerziellen Erfolg die Relevanz, die der Ausnahmekünstler Maffay auch in 2019 innehat. Wir sind glücklich und stolz, mit Peter ein erfolgreiches Team zu sein."

Auch die nächsten sechs Positionen sichern sich Neueinsteiger: Tool rocken sich mit Fear Inocolum" von null auf zwei, und ebenfalls mit gitarrenlastigen Klängen der lauteren Art schieben sich die Krawallbrüder aus dem Saarland mit Auf Messers Schneide" auf Rang drei. Millies", das neue Album von Rapper Luciano, debütiert an vierter Position. Lana Del Rey bringt es nach der ersten Verkaufswoche von Norman Fucking Rockwell!" auf Rang fünf. Die fränkische Metalcombo Hämatom lädt auf Rang sechs zum Maskenball", und die Osnabrücker "Piratenband" Mr. Hurley & Die Pulveraffen bringt Leviathan" auf dem siebten Platz ins Ziel.

Somit bleibt für die Tabellenführerin der vergangenen Woche, Helene Fischer, mit Helene Fischer Live - Die Stadion-Tour" lediglich Rang acht übrig. Ebenfalls nach unten fürt der Weg für Sarah Connor und ihre Herz Kraft Werke" (von vier auf neun) und für Rammstein mit ihrem gleichnamigen Longplayer (von fünf auf zehn).

Kings Of Bass" heißt das gemeinsame Album der zusammen als Porno Mafia firmierenden Rapper Frauenarzt und Orgasmus, das auf Rang zwölf neu gelistet ist. Tarja Turunen, die ehemalige Sängerin von Nightwish, platziert ihr neues Album In The Raw" ohne Umweg auf Position 15. Nächster Neuankömmling ist an 18. Stelle i, i", das vierte Studioalbum von Bon Iver.

Unantastbar kommen mit 15 Jahre Rebellion" auf Rang 21 an, und Sheryl Crow ist nach der Startwoche ihres Werks Threads" auf Listenplatz 25 zu finden. MC Bomber & Shacke One gelangen über die Nordachse 2" auf Position 27, und Alexander Marcus mit Pharao" auf 31. Die Krawallbrüder bringen neben ihrem erwähnten Top-10-Erfolg mit der EP Unverhohlen & unverzerrt II" auf Rang 33 eine zweite aktuelle Veröffentlichung ins obere Drittel.

Peter Maffay hat mit Sicherheit einen gehörigen Anteil daran, dass Sony Music mit 41,7 Prozent Marktanteil Platz eins im Wochenranking der Vertriebsfirmen zu den Longplaycharts erobert und Universal Music (34,0 Prozent) auf Rang zwei verweisen kann. Die Top 5 komplettieren Believe/GoodToGo (10,1 Prozent), Warner Music (8,7 Prozent) und Kontor/Edel (3,0 Prozent).

Apache 207 gelangt per Roller" nach Platz zwei in der Vorwoche nun ganz nach vorn in den Top 100 Singles. Der HipHop-Jungstar hat dafür in Ludwigshafen bereits den ersten Nummer 1 Award seiner Karriere entgegengenommen.

Rin ist mit Up In Smoke" auf Platz zwei der höchste Neueinsteiger der Woche bei den Singles. Weiter im Aufwind befindet sich die australische Pop-Hoffnung Toni Watson alias Tones And I, deren Hit Dance Monkey" von acht auf drei steigt. Sie schiebt die "Señorita" von Shawn Mendes & Camila Cabello um eine Stelle auf die Vier nach unten. Raf Camoras neue Single, Vendetta", hält auf dem fünften Platz Einzug in die Hitliste.

Zwei deutsche HipHop-Produktionen entern noch die Top 10, und zwar Fendi Drip" von Luciano im Verbund mit Ufo361 und Lil Baby auf Position sechs sowie Summer Cems Primetime" auf der Neun.

In der Distributorenrangliste zu den Singlescharts behält Universal Music mit 44,4 Prozent Marktanteil die Oberhand. Sony Music nimmt hier Platz zwei ein (20,7 Prozent), gefolgt von Warner Music (18,9 Prozent), Believe/GoodToGo (13,2 Prozent) sowie Kontor/Edel (2,3 Prozent).

In den Top 30 Compilations beherrschen auch in der sechsten Woche nacheinander die Bravo Hits 106" die Szenerie. The Dome Vol 91" ist auf Rang zwei hier der einzige Neuzugang in der Spitzengruppe - und verdrängt Future Trance 89" an die dritte Stelle.

Sony Music dominiert die Vertriebsfirmenwertung im Segment Compilations mit 59,1 Prozent deutlich vor Universal Music (30,6 Prozent). Kontor/Edel (6,6 Prozent), Believe/GoodToGo (1,9 Prozent) sowie Warner Music (1,4 Prozent) ergänzen die Top 5.