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Charts KW 35: Runrig zum Abschied erstmals an der Spitze

Nach 45 Jahren Bandgeschichte ist "The Last Dance" von Runrig, ein Mitschnitt ihrer Abschiedstournee, das erste Nummer-eins-Album der schottischen Band in den Offiziellen Deutschen Charts.

23.08.2019 15:45 • von Dietmar Schwenger
Erstmals auf Platz eins der deutschen Charts: die schottische Band Runrig (Bild: Matt Liengie)

Nach 45 Jahren Bandgeschichte ist "The Last Dance: Farewell Concert - Live At Stirling" von Runrig, ein Mitschnitt ihrer Abschiedstournee, das erste Nummer-eins-Album der schottischen Band in den Offiziellen Deutschen Charts. Es ist zudem der fünfte Longplayer, den das Sextett um die beiden Brüder Calum und Rory MacDonald hierzulande in die Top 10 bringt.

"Wir freuen uns, dass 'The Last Dance' Platz eins in Deutschland erreicht hat. Das zeigt den Ausmaß der Unterstützung und der Treue, die wir bei unseren Fans genießen, wo immer diese auch zuhause sind", teilt die Band mit und bedankt sich bei ihnen.

Zweithöchster Neuzugang ist "Der Bozz 2" von Azad auf Rang zwei, während "Herz Kraft Werke" von Sarah Connor von sieben auf drei klettert. Position vier bietet einen weiteren Neuzugang: "Dominion" von Hammerfall. Von acht auf fünf verbessert sich "La Vita E Bella" von Giovanni Zarrella.

Von zwei auf sechs fällt "We Are Not Your Kind" von Slipknot zurück, von drei auf sieben ziehen sich Volbeat mit "Rewind, Replay, Rebound" zurück, und von fünf auf acht rutschen Rammstein mit dem gleichnamigen Album. Um einen Platz auf Rang neun arbeitet sich das einstige Nummer-eins-Album "Babylon" von den Amigos wieder empor, während das "No.6 Collaborations Project" von Ed Sheeran (Vorwoche: sechs) nun das Schlusslicht der Top 10 bildet.

Höchster Aufsteiger in den Top 100 der von Gfk Entertainment im Auftrag des Bundesverbands Musikindustrie ermiielten Hitliste ist im Zuge des Woodstock-Jubiläums die Zusammenstellung "Woodstock 50 - Back To The Garden", die es in mehreren Formaten gibt, unter anderem als eine auf 1969 Exemplare limitierte Box, mit den ungekürzten Konzerten aller Bands des historischen Festivals. Die neue "Woodstock"-Veröffentlichung steigt um 43 Positionen auf Rang 53.

Bei den Chartsanteilen in der Erhebungswoche liegt Universal Music in der Albenwertung mit 36,7 Prozent vor Warner Music mit 23 Prozent und Sony Music mit 22,9 Prozent. Believe/GoodToGo rangieren mit 13,1 Prozent auf Rang vier und 375 Media folgt mit 1,7 Prozent auf fünf.

Bei den Singles steht zum sechsten Mal "Señorita" von Shawn Mendes & Camila Cabello ganz oben. Auf Rang zwei findet sich wie in der Vorwoche "Eiskalt" von Loredana feat. Mozzik, der höchste Neuzugang der Woche steht auf Platz drei: "Yeah" von Luciano. Von drei auf vier geht es für "Loco Contigo" von DJ Snake & J. Balvin feat. Tyga, während auf Position fünf Stillstand herrscht: Hier lauern die "Beautiful People" von Ed Sheeran feat. Khalid.

Nach Position vier muss "Old Town Road" von Lil Nas X nun mit Rang sechs vorliebnehmen. Um einen Zähler nach unten bewegt sich "Piece Of Your Heart" von Meduza feat. Goodboys und landet auf der Sieben. Von zehn auf acht steigt "Bad Guy" von Billie Eilish, unverändert auf neun harrt "Run Run Run" von Capo aus. Dafür schafft es "Tilidin" von Capital Bra & Samra, von Position zwölf kommend, auf zehn.

Universal Music hält bei den Singles einen Chartsanteil von 47 Prozent, gefolgt von Warner Music (20,6 Prozent) und Sony Music (17,3 Prozent): Dahinter finden sich die Werte von Believe/GoodToGo (11,8 Prozent) und Kontor New Media/Edel (3,3 Prozent).

Bei den Compilations halten sich die "Bravo Hits 106" auf der Spitzenposition, und auch auf Rang zwei hat sich nichts getan: Dort herrscht "The Dome Summer 2019". Bemerkenswert ist ein Einstieg der zeitgleich veröffentlichten neuen Folgen zwölf und 13 der von Piet Blank und Jaspa Jones kuratierten Reihe "so8os". "Vol. 12" landet auf drei, "Vol. 13" auf vier - vor "Club Sounds Vol. 90" auf Rang fünf (Vorwoche: drei).

"Wir freuen uns natürlich doppelt über die beiden Chartsentries, aber in Wirklichkeit gibt es eine ganze Anzahl von Gründen für diese Twin Release", sagt Piet Blank. "Da wir ja schon sehr nerdy unterwegs sind mit unseren teilweise obskuren 80er-Maxi-Versionen, ist es auch für unsere Partner bei Warner, Sony und Universal Music immer sehr aufwändig und zeitintensiv, die speziellen Versionen in ihren Archiven zu finden und diese auch komplett neu in ihren Global Repertoire Systemen anzulegen."

Da helfe es - auch wirtschaftlich - wenn möglichst viele Titel gleichzeitig lizenziert werden könnten. "Außerdem ist so8os in Zeiten sinkender CD-Verkäufe noch mehr als zuvor ein Hobby von uns", so Piet Blank weiter. "Der Erfolg für Vol. 12 und 13 kommt allerdings schon etwas überraschend für uns, denn wenn man sich das Tracklisting anschaut, ist dieses sehr speziell."

Sony Music führt mit 53,9 Prozent die Auswertung bei den Chartsanteilen an, Universal Music kommt auf 23,4 Prozent und Believe/GoodToGo auf 10,6 Prozent. Kontor New Media/Edel vereinen 8,1 Prozent auf sich, Warner Music kommt auf 3,2 Prozent.