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Wacken Open Air gründet Wacken Future Factory

Unter dem Namen Wacken Future Factory wollen die Veranstalter des Wacken Open Airs bei der 30. Ausgabe ein öffentliches Forum schaffen, das sich mit gesellschaftlichen Fragen wie etwa Nachhaltigkeit beschäftigen soll.

18.07.2019 15:14 • von Dietmar Schwenger
Bilden das Projektteam der Wacken Future Factory (von links): Maren Maxeiner (Wacken Open Air), Inga Wiele (gezeitenraum) und Linda Nowak (Wacken Open Air) (Bild: ICS)

Unter dem Namen Wacken Future Factory wollen die Veranstalter des Wacken Open Airs bei der 30. Ausgabe vom 1. bis 3. August 2019 ein öffentliches Forum schaffen, das sich mit gesellschaftlichen Fragen beschäftigen soll.

Die Wacken Future Factory soll einen Rahmen für die gemeinsame Gestaltung der Zukunft des Festivals bieten. Zusammen mit Fans, Musikern, Sponsoren und Experten möchte das Wacken-Team in dieser Ideenwerkstatt diskutieren, wie das Wacken Open Air künftig aussehen soll. In diesem Zusammenhang wolle man gesellschaftlich relevante Themen wie Nachhaltigkeit, Inklusion, Sicherheit, Festivalplanung, Digitalisierung und Wertekultur aufgreifen.

"Das Wacken Open Air war schon immer die Summe aus einem engen Kontakt zwischen Fans, Künstlern, Experten und der gesamten Wacken-Familie", sagt Festivalveranstalter Thomas Jensen. "Damit ist das Festival auch immer ein Spiegelbild aktueller gesellschaftlicher Veränderungen und kann sich nicht losgelöst von den heutigen Herausforderungen entwickeln. Daraus ergeben sich Fragen, die wir gemeinsam mit unserer Community, aber auch mit Experten in der neu geschaffenen Wacken Future Factory sammeln wollen, um daraus konkrete Antworten zu entwickeln."

Sein Partner Holger Hübner ergänzt, dass man das große Glück habe, dass ein Festival als Verstärker dienen kann, um das Bewusstsein von Menschen zu bewegen. "Dies ist ein Privileg, welches Verantwortung nach sich zieht. Wir sind überzeugt, dass kleine Schritte zu wichtigen Veränderungen führen können. Letztlich können wir unserer Verantwortung aber nur gemeinsam mit unseren Fans gerecht werden. Deswegen schaffen wir mit der Wacken Future Factory ein offenes Forum für alle Beteiligten."

Das Projektteam, bestehend aus Maren Maxeiner und Linda Nowak für das Wacken Open Air sowie Inga Wiele von der Unternehmensberatung gezeitenraum, habe sich zum Ziel gesetzt, bei dem Forum zu lernen, die richtigen Fragen zu stellen. Nach dem Festival soll ein um externe Experten vergrößertes Team die Beobachtungen auswerten und den Dialog mit allen Beteiligten fortsetzen.

"Wir freuen uns darauf, im Rahmen des Festivals viele Menschen zusammen zu bringen und einen inspirierenden Austausch anzuregen", sagt die Wacken-Teamleiterin Maren Maxeiner stellvertretend für das Projektteam. "Die Wacken Future Factory ist für uns ein Experiment, um konstruktive Veränderung bewusster zu gestalten. Wir sind gespannt, was daraus im Zusammenspiel aller Beteiligten entsteht."

Geplant sind bei der Wacken Future Factory unter anderem eine Werkstatt in einem Tourbus, eine sogenannte Builders' Area, in der Besucher die Möglichkeit haben, mit Hilfe von Bausteinen das Wacken der Zukunft zu visualisieren, und ein Stammtisch mit Vortragsbühne, der zum lockeren Gedankenaustausch einlädt.

Darüber hinaus gibt es einen Interviewbereich in einem Wohnwagen für Gespräche über die Zukunft, ein alternatives Essens- und Getränkeangebot sowie eine Künstlerinstallation aus Wegwerfartikeln, die Wacken-Besucher im Laufe des Festivals dafür abgeben.