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Apple will mit Eigenproduktionen im Podcast-Geschäft mitmischen

Nachdem Spotify Anfang des Jahres eine Summe von geschätzt 400 Millionen Dollar in die Übernahme von Podcast-Produktionsfirmen investiert hat, baut nun angeblich auch Apple das eigene Podcast-Geschäft aus.

17.07.2019 12:57 • von Jonas Kiß
Nimmt bei Podcasts bisher nur eine Moderatoren-Rolle ein: Apple, hier mit iTunes (Bild: Screenshot, iTunes)

Nachdem Spotify Anfang des Jahres eine Summe von geschätzt 400 Millionen Dollar in die Übernahme von Podcast-Produktionsfirmen investiert hat, baut nun angeblich auch Apple das eigene Podcast-Geschäft aus.

Das berichtet zumindest das Wirtschaftsmagazin "Bloomberg" und beruft sich dabei auf Experten, die mit der Materie vertraut seien. Demnach verhandle der Tech-Konzern mit diversen Medienunternehmen, um bereits erfolgreiche Formate zu übernehmen und exklusiv für die Verbreitung über die eigene Podcast-App zu produzieren.

Ursprünglich hat Apple das Podcast-Geschäft 2005 erfunden, indem die Firma ein Netzwerk ins Leben rief, das Tausende von Podcasts aus dem Internet in einem Feed auf Handys und Computern sammelt. Dabei nahm Apple jedoch nur eine Moderatoren-Rolle ein und verdiente mit Podcasts bisher kein Geld. Auch wenn Spotify sich inzwischen zu einem wichtigen Konkurrenten entwickelt hat, rufen laut "Bloomberg" nach wie vor 50 bis 70 Prozent der Nutzer die Apple Podcast App auf, um Podcasts zu hören.

Apple hat sich bereits auf die Aktualisierung seiner App konzentriert und neue Tools für Podcast-Macher hinzugefügt. So brachte die Firma im vergangenen Jahr Podcast Analytics auf den Markt, die den Podcast-Produzenten mehr Einblicke in ihre Hörerschaft und die eigene Performance gibt. Der Ausbau der Podcast-App und das Hinzufügen von exklusiven Inhalten könnte einige Nutzer dazu bringen, ergänzend kostenpflichtige Dienste wie Apple Music zu abonnieren.