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VUT startet Neuauflage des Mentoring-Programms für Frauen

Im August startet der VUT in Kooperation mit der Berlin Music Commission und gefördert durch das Musicboard Berlin ein Mentoring-Programm für Frauen, trans und nicht-binäre Menschen der Musikbranche. Interessierte können sich ab sofort bewerben.

16.07.2019 12:36 • von Jonas Kiß
Vernetzten und tauschten sich aus: Teilnehmer der zweiten Runde des VUT-Mentoring-Programms (Bild: Anke Peters)

Zum dritten Mal bieten der Verband unabhängiger Musikunternehmen (VUT) und die Berlin Music Commission (BMC) ein vom Musicboard Berlin gefördertes Mentoring-Programm für den Nachwuchs in der Musikwirtschaft an.

Das viermonatige Weiterbildungsangebot richtet sich an Frauen, trans und nicht-binäre Menschen der Musikbranche, die noch am Anfang ihres Berufswegs stehen. Das Programm startet im August 2019, Interessierte können sich ab sofort auf die zehn Mentee-Plätze bewerben. Das Programm öffne sich in der dritten Auflage auch für trans und nicht-binäre Personen, da nicht nur Frauen bislang in der Musikwirtschaft unterrepräsentiert seien, heißt es aus Berlin.

Zehn erfahrene Mentorinnen und Mentoren aus den im VUT und der BMC vertretenen Geschäftsbereichen wie Label, Verlag, Booking, PR, Vertrieb oder selbstvermarktende Künstler sind dieses Mal dabei. Neben einem Coaching zum grundlegenden Mentoring-Verständnis stehen auch thematische Weiterbildungstreffen und individuelle Termine zwischen Mentee und Mentor auf dem Plan.

"Wir arbeiten weiterhin an der Sichtbarkeit von Frauen in der Branche und erweitern unser Programm nun für non-binäre Personen", erklärt VUT-Vorstandsvorsitzende Désirée Vach: "In den letzten zwei Jahren haben wir bereits eine Veränderung wahrgenommen, die allerdings zu langsam für eine sich so schnell verändernde Branche ist."

Für Jana Rahmlow, Vorstandsmitglied der BMC, sei es als Netzwerk selbstverständlich, "dass wir uns zum Thema Frauen in der Musikbranche engagieren und positionieren, weshalb wir wieder sehr gern als Kooperationspartner zur Verfügung stehen".

Katja Lucker, Geschäftsführerin Musicboard Berlin, nennt das Mentoringprogramm des VUT "ein wirksames Tool, um sich mit Strukturen im Musikgeschäft auseinanderzusetzen". Es vernetze Nachwuchs mit weiblichen und queeren Vorbildern, "die gemeinsam eine positive Vision für eine geschlechtergerechte Musikszene produzieren". Dass sich das Mentoringprogramm für trans- und nicht-binäre Menschen öffne, sei "ein wichtiger Schritt zu einem breiten Verständnis von Diversität".

Das Mentoring-Programm ist Teil des Netzwerks Music Industry Women, das unter dem Dach des VUT 2015 gegründet wurde und das sich als weiblich identifizierende Menschen der Musikbranche vernetzen möchte.

Details zum Mentoring-Programm und zur Bewerbung hält der VUT auf seinen Onlineseiten bereit.