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Quartalsauswertung: Rammstein und Universal ganz vorn

Schon jetzt zeichnet sich ab, dass 2019 auch bei den Chartsanteilen ein Rekordjahr für Universal Music werden könnte - nicht zuletzt wegen der Rammstein-Erfolge.

18.07.2019 11:30 • von Jonas Kiß
Grafik: MusikWoche, Daten: GfK Entertainment (Bild: MusikWoche)

Schon jetzt zeichnet sich ab, dass 2019 auch bei den Chartsanteilen ein Rekordjahr für Universal Music werden könnte - nicht zuletzt wegen der Rammstein-Erfolge.

Universal Music darf sich über außergewöhnliche Chartsanteile von über 50 Prozent freuen. So hat das deutsche Team um Frank Briegmann, President & CEO Central Europe Universal Music und Deutsche Grammophon, bei den beiden GfK-Auswertungen fürs erste Halbjahr 2019 mehr als beachtliche Anteile von 52,05 Prozent bei den Longplayern und 51,23 Prozent bei den Singles erreicht. Auch die Zuwächse im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum sind beeindruckend.

Bei den Alben stand Universal Music vor Jahresfrist noch bei 40,64 Prozent; bei den Singles waren es damals 38,92 Prozent. Ein Grund für den übergreifenden Erfolg des Berliner Majors dürften die Charts-Höheflüge von Rammstein sein. Die Formation ist der erfolgreichste Interpret in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres, ihr aktuelles Album, »Rammstein«, der erfolgreichste Longplayer in dem Zeitraum, und Vertigo Berlin sowie das dort angedockte Rammstein- Label stehen auf Platz eins und zwei bei der Labelwertung von GfK.

Im Singles-Segment ist es hingegen das Universal-Label Urban, das bei der Analyse der Chartsanteile im ersten Halbjahr ganz oben steht - was vor allem an den zahlreichen HipHop-Acts liegt, mit denen das von Neffi Temur geleitete Label Woche für Woche die deutsche Chartslandschaft bereichert. Ganze acht der zehn erfolgreichsten deutschsprachigen Singles stammen aus dem Hause Universal Music; bei den Alben sind es fünf Titel, mit Rammstein auf Rang eins und Herbert Grönemeyers »Tumult« auf Platz zwei.

Zwischen Rammstein und Grönemeyer behauptet sich in dieser Liste das aktuelle Album von Udo Lindenberg, »MTV Unplugged 2 - Live vom Atlantik«, das zugleich für einen Teil der Zuwächse bei Warner Music im ersten Halbjahr verantwortlich zeichnet. So verfestigt sich die Tendenz aus dem ersten Quartal 2019, als die Hamburger Platz zwei vor Sony Music eingenommen hatten. Nun rangiert Warner Music mit einem Anteil von 21,2 Prozent bei den Alben vor Sony Music mit 17,95 Prozent. Bei den Singles allerdings sieht das Bild anders aus. Hier steht Sony Music mit 18,64 Prozent vor Warner Music mit 16,3 Prozent. Der erfolgreichste Indie bleibt die Firmenfamilie von Believe und GoodToGo, auch wenn diese im ersten Halbjahr bei den Alben einen Rückgang von 6,41 auf 5,53 Prozent hinnehmen muss. Bei den Singles allerdings klettern Believe und GoodToGo mit vereinten Kräften von 9,01 auf nunmehr gut zehn Prozent. In beiden Fällen ist der Abstand zu den nächstplatzierten Indie-Vertrieben Tonpool (bei den Alben) und Kontor New Media/Edel (Singles) groß.

Die vollständige Auswertung der Chartsanteile auf Basis der Daten von GfK Entertainment mit zahlreichen Grafiken für das erste Halbjahr 2019 finden Abonnenten in MusikWoche Vol. 29/2019.