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BVMI-Vorstände blicken optimistisch aufs zweite Halbjahr

Im ersten Halbjahr kehrte der deutsche Musikmarkt zurück auf Wachstumskurs und verbuchte die höchsten Zuwächse des neuen Jahrtausends. Als BVMI-Vorstandsmitglieder sehen Frank Briegmann, Patrick Mushatsi-Kareba und Bernd Dopp die Branche auf Kurs.

11.07.2019 13:15 • von
Sehen noch weiteres Potential im deutschen Musikmarkt (von links): Frank Briegmann (Universal Music), Bernd Dopp (Warner Music) und Patrick Mushatsi-Kareba (Sony Music) (Bild: Laurence Chaperon, Katja Ruge, Sony Music)

Im ersten Halbjahr 2019 kehrte der deutsche Musikmarkt zurück auf Wachstumskurs. Das Geschäft mit Recorded Music verbuchte hierzulande ein Plus von beinahe acht Prozent - die höchsten Zuwächse des neuen Jahrtausends. Als Vorstandsmitglieder des Bundesverbands Musikindustrie sehen Frank Briegmann, Patrick Mushatsi-Kareba und Bernd Dopp die Branche auf Kurs:

"Das erfreuliche Umsatzwachstum des ersten Halbjahres um 7,9 Prozent zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und dass der deutsche Musikmarkt noch immer von der Koexistenz digitaler und physischer Formate profitiert", kommentiert Frank Briegmann, CEO & President Universal Music Central Europe und Deutsche Grammophon, die Entwicklung: "Besonders freue ich mich, dass Universal Music den mit Abstand höchsten Beitrag zum aktuellen Wachstum geleistet hat. Gemeinsam mit unseren Partnern und Teams - online und offline - werden wir diese positive Marktentwicklung weiter vorantreiben."

Bei Sony Music sieht Patrick Mushatsi-Kareba, CEO Sony Music GSA, "den weiteren Anstieg des Audio-Streamings als klares Indiz für eine schon begonnene Öffnung dieses Vertriebskanals für Musik aus nicht-urbanen Genres". Die sei "eine Situation, die das enorme Potential unseres Markts zeigt", sagt Mushatsi-Kareba. "Wir sind, strukturell und personell, bereit, dieses Potenzial für all unsere Künstler aller Genres und Generationen optimal auszuschöpfen."

Bernd Dopp, CEO Warner Music Central Europe, zeigt sich sehr erfreut, "dass der Musikmarkt mit einem Plus von 7,9 Prozent insgesamt wieder deutlich im Aufwärtstrend ist. Mit mittlerweile bereits 66 Prozent Streaminganteil am Gesamtmarkt beobachten wir nach wie vor ein starkes Wachstum und einen konstanten Zufluss neuer Zielgruppen in diesem Bereich."

Bernd Dopp rechnet zudem mit einem anhaltenden Aufwärtstrend: "Die aus anderen Märkten wie beispielsweise Skandinavien bekannten Saturierungsraten sind in Deutschland aber noch längst nicht erreicht, sodass wir hier weiterhin deutliches Steigerungspotential sehen. Die Stabilisierung im physischen Bereich stimmt uns ebenfalls positiv, sodass wir vorsichtig optimistisch auf das zweite Halbjahr schauen."

Auch Florian Drücke, Vorstandsvorsitzender des BVMI, hatte die Halbjahreszahlen im Gespräch mit MusikWoche als "ein sehr gutes Signal" auch für den weiteren Verlauf des Jahres gewertet.