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Clubkombinat Hamburg begeht 15. Geburtstag

Im Juli 2019 zelebriert das Clubkombinat Hamburg sein 15-jähriges Bestehen. Dazu veröffentlicht die Institution ein Feature in Schrift und Bewegtbild auf ihrer Homepage, verkauft ein Poster mit 81 Türen von Hamburger Clubs und lädt im August zum Sommerfest ein.

02.07.2019 16:36 • von Frank Medwedeff
Abbild einer vielfältigen Szene: das Club-Türen-Poster (Bild: Clubkombinat Hamburg)

Im Juli 2019 existiert der Verein Clubkombinat Hamburg 15 Jahre und bildet somit nach eigenen Angaben nach der Berliner Clubcommission die zweitälteste Vereinigung von Musikspielstätten in Deutschland. Am 6. Juli 2004 fand die offizielle Gründungsversammlung des Hamburger Clubverbands im Waagenbau statt. Neben Hafenklang, Zinnschmelze, Fundbureau, Astra Stube, Edelfettwerk, Markthalle und Molotow nahmen auch inszwischen längst stillgelegte, teils abgerissene Spielstätten wie Click, Schilleroper, Egal Bar, Mandarin Casino und Tanzhalle St. Pauli an dem Treffen unter der Sternbrücke teil. Rund 20 Clubbetreiber und Booker gehörten der Gründungsgeneration an, die sich vereint habe, "um Probleme der Szene im Kollektiv zu benennen, Ideen zu entwickeln und Lösungen zu erarbeiten". An der Aufgabenstellung habe sich sich bis heute nichts geändert. Inzwischen verbindet das Clubkombinat aber bereits knapp 170 Vereinsmitglieder. Das Jubiläum zum 15-jährigen Bestehen biete Anlass, "um mit drei Aktionen einige Rückblicke, Einblicke und Ausblicke auf die Verbandsarbeit zu werfen".

Unter dem Motto "15 Jahre Clubkombinat - You´ll never walk alone" dokumentiert ein Feature in Schrift und Bewegtbild die Anfänge, Meilensteine, Arbeit und Visionen des Club-Kollektivs. Der erste Teil der viergliedrigen Serie von Birgit Reuther wird auf der Verbands-Homepage am 6. Juli veröffentlicht. Zeitzeugen, Gründungsmitglieder, ehemalige und aktuelle Clubbetreiber und Unterstützer wie Andrea Rothaug (RockCity), Wolfgang Landt (Markthalle), Andi Schmidt (Molotow), Terry Krug (Tanzhalle St.Pauli), Karsten Schölermann (Knust), John Schierhorn (Waagenbau) sowie Carsten Brosda (Senator der Hamburger Behörde für Kultur und Medien) kommen dabei zu Wort.

81 Hamburger Club-Türen, "hinter denen unzählige unvergessliche Abende und Nächte verbracht" worden seien, sind vereint auf einem Poster zu sehen. "Von Aalhaus bis Yoko, Altona bis Wandsbek und Anarcho-Punk-Laden bis Weltmusik-Bühne" sei alles dabei. Auch Türen, die für immer geschlossen bleiben werden, wie die der Kogge und der BarRock, wurden hier für die Ewigkeit festgehalten. Ab sofort sind die Poster im A1-Format für zehn Euro im St. Pauli Tourist Office (Wohlwillstraße 1 und auch per Onlinebestellung plus Versandgebühr unter info@sanktpaulioffice.de) sowie beim Clubkombinat Hamburg (Kastanienallee 9) erhältlich. Eine digitale Variante, die noch weitere Club-Türen zeigt und auch die jeweiligen Websites und viele Club-Porträts bereithält, ist unter club-tueren.clubkombinat.de zu finden.

In Kooperation mit popup records lädt das Clubkombinat Ende August auf das Festivalgelände von Sommer in Altona zum Sommerfest ein. Die geladenen Gäste erwarten dabei verschiedene Beiträge zur 15-jährigen Geschichte des Clubkombinats, unter anderem ein Club-Talk zwischen dem Rapper Das Bo, Susanne "Leo" Leonhard (Docks/Prinzenbar), Holger Jass (Ex-Onkel Pö) und Claudia Mohr (Waagenbau). Die Moderation übernimmt Siri Keil (NDR Info "Nachtclub").