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Opus Klassik setzt erste Neuerungen um

Am 25. Juni gab der Verein zur Förderung der Klassischen Musik die Kandidaten für eine Auszeichnung mit dem Opus Klassik bekannt. Gleich 462 Nominierungen gehen ins Rennen um den Musikpreis. Während die Ausrichter bei Kategorien, Jury und Preisanzahl Weichen neu stellen, bleiben Medienpartner ZDF und Moderator Thomas Gottschalk an Bord.

25.06.2019 13:11 • von
Neue Kategorien, weniger Awards, Konzerthaus Berlin, ZDF und Thomas Gottschalk weiter mit dabei: der Verein zur Förderung der Klassischen Musik verleiht den Opus Klassik 2019 am 13. Oktober in Berlin (Bild: Mo Wüstenhagen)

Am 25. Juni gab der Verein zur Förderung der Klassischen Musik die Kandidaten für eine Auszeichnung mit dem Opus Klassik bekannt. Gleich 462 Nominierungen gehen ins Rennen um den Musikpreis, der 2019 in der Nachfolge des einstigen Echo Klassik in sein zweites Jahr geht. Zu den Nominierten zählen dabei unter anderem Künstler wie Diana Damrau, Elsa Dreisig, Hiyoli Togawa, Jakub Jozef Orlinski, Jonas Kaufmann, Kirill Gerstein, Lang Lang, Maria Bengtsson, Max Richter, Nadine Sierra, Teodor Currentzis und Yo-Yo Ma.

Als Medienpartner des Opus Klassik listen die Betreiber des Streamingdienstes Idagio, der als "offizieller Audio-Streaming-Partner" des Opus Klassik 2019 auftritt, die Kandidaten auf ihren "Medium"-Blogseiten auf. Allein in Hauptkategorien wie "Sängerin des Jahres" oder "Sänger des Jahres" finden sich hier rund 40 beziehungsweise knapp 30 Einträge, die bei den Damen von Tora Augestad bis Katherine Watson reichen und bei den Herren von Roberto Alagna bis Rolando Villazon.

Ein Anteil von rund 64 Prozent der Nominierungen stehe dabei für "eine hohe Beteiligung von eigenständigen Plattenfirmen", heißt es beim Verein zur Förderung der Klassischen Musik. Dass auch ECM Records erstmals Titel eingereicht habe, sorgte "für große Begeisterung".

Die Preisträger sollen nach Juryentscheid Anfang September bekanntgegeben werden.

Der Verein zur Förderung der Klassischen Musik positioniert den Opus Klassik darüber hinaus als "Deutschlands neuen Kulturpreis für klassische Musik", und stellt passend dazu einzelne Weichen bei den Kategorien, der Besetzung der Jury und der Zahl der Preise neu: So sollen in diesem Jahr 46 Preise vergeben werden, acht weniger als die 54 aus dem Vorjahr.

Zudem wollen die Initiatoren den Award mit gleich drei neuen Kategorien "einem breiten Spektrum der klassischen Musikwelt" öffnen. Neu mit dabei sind Preise für ein "Innovatives Konzert", einen "Videoclip" und den oder die "Komponist/Komponistin des Jahres". Nominierte der neuen Kategorien sind unter anderem Benedikt Kristjánsson, Clemens Christian Poetzsch und Eleni Karaindrou. Die Jury sei parallel "um Vertreter aus den Bereichen Konzertveranstalter und Musikverlage erweitert" worden, heißt es.

"Die drei neuen Kategorien kommen sehr gut an", berichtet Burkhard Glashoff, Geschäftsführer der Konzertdirektion Goette und Vorstandsmitglied des Vereins. "Erstmals haben auch Konzertveranstalter und Verlage herausragende Leistungen im Bereich der Klassik für eine Auszeichnung vorgeschlagen. Der Opus Klassik ist kein reiner Tonträger-Preis." Auch Dagmar Sikorski, die mit zu den Gründungsmitgliedern des Vereins zählt, freut sich sehr "über einen Preis, der jetzt nicht nur Aufnahmen, sondern auch Komponisten und Veranstaltungen prämiert".

Die Verleihung des Opus Klassik findet am 13. Oktober im Konzerthaus Berlin statt. Der Ticketvorverkauf läuft bereits über die Onlineseiten des Berliner Konzerthauses, wobei die erworbenen Karten auch zur Teilnahme an der Party im Anschluss an die Verleihung berechtigen sollen.

Als Medienpartner bleibt das ZDF mit an Bord und strahlt die Gala am 13. Oktober zeitversetzt ab 22.15 Uhr aus; als Moderator hält Thomas Gottschalk dem Opus Klassik die Treue. Als weitere Partner konnten die Opus-Klassik-Macher unter anderem den Autobauer Mercedes-Benz für die Shuttle-Fahrzeuge oder die GVL gewinnen.

"Die Vielfalt, Attraktivität und Relevanz unserer Partner in ihren jeweiligen Branchen verdeutlichen den hohen Stellenwert, den der Opus Klassik sich in der relativ kurzen Zeit seit Gründung erarbeiten konnte", kommentiert Clemens Trautmann, Vorstandsvorsitzender des Vereins. "Ihr Engagement illustriert, wie sehr klassische Musik in der Mitte unserer Gesellschaft verankert ist. Gemeinsam werden wir viele weitere Musikfreunde mit innovativen Konzepten erreichen und begeistern."