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Dagmar Sikorski zieht sich aus GEMA-Aufsichtsrat zurück

Mit sofortiger Wirkung hat Dagmar Sikorski ihr Amt im Aufsichtsrat der GEMA niedergelegt. Über ihre Nachfolge werden die Musikverleger im GEMA-Aufsichtsrat kurzfristig entscheiden.

19.06.2019 12:46 • von Dietmar Schwenger
Die GEMA muss nun ohne sie auskommen: Dagmar Sikorski (Bild: Musikverlage Sikorski)

Mit sofortiger Wirkung hat Dagmar Sikorski ihr Amt im Aufsichtsrat der GEMA niedergelegt. Über ihre Nachfolge werden die Musikverleger im GEMA-Aufsichtsrat kurzfristig entscheiden.

Nach dem Zusammenschluss der Musikverlagsgruppe Sikorski mit dem britischen Musikverlag Boosey & Hawkes, einem Teil der Concord Music Group, zieht sich Sikorski aus ihrer aktiven Tätigkeit als Musikverlegerin zurück. Damit gibt sie satzungsgemäß auch ihr Amt als Mitglied des GEMA-Aufsichtsrats ab, dessen stellvertretende Vorsitzende sie zuletzt war.

Dagmar Sikorski war 2003 als Mitglied der Berufsgruppe Musikverleger in den Aufsichtsrat der GEMA gewählt worden. Seit 2018 bekleidete sie das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden für diese Berufsgruppe. Während ihrer insgesamt 16-jährigen ehrenamtlichen Tätigkeit im GEMA-Aufsichtsrat wirkte sie auch in verschiedenen seiner Gremien engagiert mit, darunter dem Wirtschaftsausschuss sowie de

Programmausschuss E-Musik. In beiden Aufsichtsratsgremien hatte sie den Vorsitz inne.

"Dagmar Sikorski ist seit vielen Jahren eine starke, unüberhörbare Stimme in der Musik- und Kulturbranche, die auch in der Öffentlichkeit wichtige Urheber-Themen unerschrocken aufgegriffen und adressiert hat", würdigt Ralf Weigand als Aufsichtsratsvorsitzender der GEMA ihr Wirken. "Mit ihrer jahrzehntelangen Erfahrung, ihrem weitverzweigten Netzwerk und ihrem enormen persönlichen Engagement - insbesondere im Klassik- und E-Musikbereich - hat sie sich weit über den Aufsichtsrat hinaus vehement für den Schutz und die Stärkung der Rechte von Musikschaffenden eingesetzt."

Weigand bedankt sich bei Sikorski auch im Namen des Aufsichtsrats und der Mitglieder nicht nur für die "langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit", sondern auch für ihre "außergewöhnliche Leidenschaft", mit der sie das Amt ausgefüllt habe. "Für ihre Zukunft wünschen wir Dagmar alles erdenklich Gute und werden ihre unkomplizierte, direkte, jedoch stets zugewandte Art in unserem Kreis sehr vermissen."

Auch Harald Heker, Vorstandsvorsitzender der GEMA, würdigt Dagmar Sikorski: "Als überaus erfahrene und international vernetzte Musikverlegerin machte sich Dagmar Sikorski für die Solidargemeinschaft der GEMA stark. In ihrer Gremienarbeit ebenso wie als Musikverlegerin hat sie stets mit Fachkenntnis, Leidenschaft und Kreativität den Wandel mitgestaltet und die Herausforderungen des Markts als Chance verstanden. Im Namen aller in der GEMA zusammengeschlossenen Musikautoren und -verleger möchte ich ihr daher sehr herzlich für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement danken."