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Charts KW 24: Sarah Connor setzt sich durch

Mit ihrem neuen Album "Herz Kraft Werke" schwingt sich Sarah Connor sofort an die Spitze der Offiziellen Deutschen Charts. GfK Entertainment meldet "hervorragende Verkäufe" des mittlerweile dritten Nummer-eins-Albums der Sängerin. Bei den Singles kehrt Lil Nas X auf die Pole Position zurück, und Rammstein springen von Platz 45 auf zwei.

07.06.2019 16:12 • von Frank Medwedeff
Küsst ihren neuen Nummer 1 Award: Sarah Connor (Bild: Universal Music)

Nach der ersten Verkaufswoche ihres zweiten deutschsprachigen Studioalbums Herz Kraft Werke" schwingt sich Sarah Connor sogleich an die Spitze der Offiziellen Deutschen Charts und hat dafür bereits den fälligen Nummer 1 Award erhalten. Es ist ihr dritter Spitzenreiter nach Naughty But Nice" (2005) und dem mit dem Diamond Award für mehr als eine Million Einheiten gewürdigten Renner Muttersprache" (2015). Zudem landete Connor in ihrer Karriere bislang auch noch fünf Nummer-eins-Singles. Für "Herz Kraft Werke" meldet GfK Entertainment "hervorragende Verkäufe" und konstatiert einen souveränen Sieg Connors.

Rammstein müssen sich somit in dieser Woche erneut mit Rang zwei für ihr schlicht nach der Band benanntem Album zufrieden geben. Zweithöchster Neuzugang der Woche ist auf Position drei der Longplayer Je M'Appelle Kriminell" von Rapper 18 Karat.

Sing meinen Song - Das Tauschkonzert Vol 6" geht um eine Stelle nach unten auf die Vier; und auf der Fünf findet sich der Spitzenreiter von vergangener Woche wieder; Kontra Ks Sie wollten Wasser doch kriegen Benzin".

Zwei Bands der härteren Gangart folgen als Neuzugänge: Die international besetzte Power-Metal-Combo Gloryhammer entet das Feld mit Legends From Beyond The Galactic Terrorvortex" auf Rang sechs, und auf sieben bringen es Toxpack aus Berlin als Kämpfer".

Capital Bra geht mit CB6" um eine Position nach unten auf die Acht. Alavaro Soler verbessert sich mit Mar De Colores" von zwölf auf neun, während Andrea Bergs Mosaik" von acht auf zehn zurückfällt.

Milow verfehlt mit dem Einzug seines Werks Lean Into Me" auf Rang elf die Top 10 um Haaresbreite. Auf Platz 14 taucht Blues" auf, ein Album aus dem Nachlass des 1995 verstorbenen irischen Gitarrenvirtuosen Rory Gallagher. Royal Republic greifen mit Club Majesty" auf Rang 17 ins Geschehen ein und Death Angel mit Humanicide" auf 19. Depeche Mode bringen mit Music For The Masses - The 12' Singles" (Rang 20) und Black Celebration - The 12' Singles" (22) zwei Sets in unmittelbarer Nachbarschaft in den deutschen Charts unter. In den Top 30 debütieren zudem noch Kenny Wayne Shepherds The Traveler" (an 26. Stelle) sowie Old Star" von Darkthrone (27).

Universal Music dominiert mit 60,8 Prozent Marktanteil die Wochenauswertung der Vertriebe zu den Longplaycharts nach Belieben. Warner Music belegt mit 18,8 Prozent Platz zwei. Sony Music (9,6 Prozent) muss sich mit dem dritten Platz begnügen, gefolgt von Tonpool (5,4 Prozent) und Believe/GoodToGo (2,4 Prozent).

Bei den Singles kehrt Lil Nas X mit der weltweit erfolgreichen Country-Rap-Nummer Old Town Road" von Rang drei aus auf den Chartsthron zurück. Er entscheidet damit, wie GfK Entertainment betont, "einen enorm spannenden Vierkampf" für sich. Rammstein steigern sich mit dem Stück Ausländer" signifikant von Rang 45 auf zwei, Ed Sheeran & Justin Bieber rücken mit I Don't Care" von vier auf drei vor, und Luciano ist mit La Haine" auf Platz vier höchster Neueinsteiger der Woche.

Die Top 5 vervollständigt der bisherige Primus, Wieder lila" von Samra & Capital Bra. Direkt in den Top 10 landet auf Rang sieben die neue Single von Mero, Malediven".

Universal Music ist auch hier in der Distributorenrangliste mit einem Wochenanteil von 58,9 Prozent unangefochten die Nummer eins. Sony Music nimmt mit 16,5 Prozent Platz zwei ein, knapp vor Warner Music (15,7 Prozent). Believe/GoodToGo (5,0 Prozent) rangiert auf vier vor Kontor/Edel (2,8 Prozent).

Die 90. The Dome"-Ausgabe schnellt in den Top 30 Compilations von null auf eins und verdrängt die Bravo Hits 105" an die zweite Position. Die Bravo Hits Party - 90er" ist neu gelistet auf dem dritten Platz. Und ebenfalls ohne Umweg im Vorderfeld platziert sich Schlager aktuell 15" (Rang vier).

Universal Music behauptet auch im Compilationsegement die Tabellenführung im Vertriebsfirmenranking mit 48,5 Prozent Marktanteil. Sony Music holt indes auf und kommt auf 34,8 Prozent. Warner Music (9,6 Prozent) folgt mit gebührendem Abstand auf Rang drei; und Kontor/Edel (5,2 Prozent) sowie Believe/GoodToGo (1,0 Prozent) ergänzen die Top 5.