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TikTok-Eigner wollen angeblich ins Musikstreaming

ByteDance steht offenbar vor dem Einstieg ins Musikstreaming. Bereits im Herbst könnte der chinesische Konzern, der 2017 die Musical.ly-Plattform übernahm und unter dem Namen TikTok neu positionierte, ein kostenpflichtiges Musikangebot ans Netz bringen - und dabei vor allem Wachstumsmärkte ins Visier nehmen.

21.05.2019 15:49 • von
Mit Vermarktungsteam und Büro auch in Deutschland präsent: die TikTok-Betreiber luden Ende April in Berlin zu einer Master Class (Bild: newsroom.tiktok.com/de, Screenshot)

Beijing ByteDance Technology steht offenbar vor dem Einstieg ins Musikstreaming. Bereits im Herbst 2019 könnte der chinesische Konzern, der Ende 2017 die Musical.ly-Plattform für Kurzvideos übernahm und bald danach unter dem Namen TikTok neu positionierte, ein kostenpflichtiges Angebot für Musik und Muskkvideos per App ans Netz bringen. Das zumindest will der Nachrichtendienst "Bloomberg" aus informierten Kreisen erfahren haben.

Demnach soll ByteDance einen Start zunächst für wenige ausgewählte Märkte anpeilen und dabei vor allem Wachstumsregionen ins Visier nehmen, in denen bezahlte Musikabos den Massenmarkt noch nicht erreicht haben. Passend dazu soll ByteDance bereits erste Lizenzdeals mit indischen Rechteinhabern geschlossen haben. Spotify und YouTube Music hatten ihre Dienste erst im Frühjahr 2019 in Indien gestartet, wo zuvor bereits die internationalen Anbieter Apple Music und Amazon Prime Music sowie die lokalen Streamingdienste Gaana und JioSaavn aktiv waren.

Das Angebot aus dem Hause ByteDance soll angeblich nicht unter dem bereits etablierten Namen TikTok oder dessen chinesischen Pendant Douyin vermarktet werden, allerdings könne der chinesische Konzern durchaus versuchen, die hier bestehenden Nutzer auch für das neue Musikangebot zu gewinnen, heißt es. Bei "Bloomberg" taxiert man die Zahl der Downloads der TikTok- und Douyin-Apps auf mehr als 500 Millionen.