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Future Music Camp diskutierte Trends in der Musikbranche

Rund 400 Teilnehmer kamen am 16. und 17. Mai zum zehnten Future Music Camp an die Popakademie Baden-Württemberg nach Mannheim. Organisator Steffen Geldner zieht ein positives Fazit für die Jubiläumsausgabe der Konferenz.

20.05.2019 17:11 • von Jonas Kiß
Sprachen über Künstliche Intelligenz in der Musikbranche: Björn Deparade (links) und Steffen Geldner (Bild: Sven Tillack)

Rund 400 Teilnehmer kamen am 16. und 17. Mai 2019 zum Future Music Camp an die Popakademie Baden-Württemberg nach Mannheim. Die Besucher der Konferenz bestanden ungefähr zur Hälfte aus Studenten und zur anderen Hälfte aus Branchenexperten.

Im Fokus der Konferenz, die bereits in die zehnte Runde ging, stand dieses Jahr die Verbindung zwischen Medien, Musikbranche und Künstlicher Intelligenz. Höhepunkte des ersten Konferenztages bildeten ein Keynote-Interview mit Manager Björn Deparade (Wasted Talent, unter anderem Management von Milky Chance und Gurr) oder die Einsichten von Tom Dreiseitel (Manager Content Partnerships YouTube & Google Play Music) über Künstliche Intelligenz bei YouTube Music.

Außerdem hebt Steffen Geldner, der das Future Music Camp organisiert, im Gespräch mit MusikWoche die Keynote von Christian Hufnagel (Programmdirektion SWR) hervor, "da die meisten Teilnehmer öffentlich-rechtliches Radio und KI sicherlich nicht sofort in Verbindung bringen". Gemeinsam mit seinem Team arbeitet Hufnagel jedoch an sehr vielen spannenden Themen, von denen er einige auf dem Future Music vorstellte.

"Die Hörer wollen heute immer mehr Inhalte 'on demand'. Da sieht das lineare Radio alt aus", erklärte Hufnagel, der beim SWR mit Künstlicher Intelligenz und innovativen Konzepten für das Radio experimentiert.

Am Konferenzfreitag ging es mit einer Keynote von Andreas Stiegler (Strichpunkt Design) weiter. "Besonders spannend fand ich dieses Jahr die Keynote von Andreas Stiegler, da er der einzige Speaker war, der von Programmierseite auf das Thema KI blickt", sagt Steffen Geldner: "Unter anderem hat er gezeigt, was heutzutage schon mit KI möglich ist und aus welchen Branchen welche Entwicklungen stammen".

Insgesamt zieht Geldner ein positives Fazit für die Jubiläumsausgabe des Future Music Camps. Bisher sei das Feedback der Teilnehmer sehr gut, worüber er sich freut. "Gerade am ersten Tag war die Jungbuschhalle bis auf den letzten Platz belegt und die Sessions in der Popakademie sehr gut besucht", so Geldner: "Ich hatte mir bei der Planung Sorgen gemacht, dass KI in der Musikbranche noch ein zu abstraktes Thema ist - die aktiven Diskussionen während den Sessions, aber auch abends beim Get-Together, sprechen jedoch nicht dafür."