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gigmit will Nutzer über Finanzierungskampagne am Erfolg beteiligen

Mit einer Finanzierungskampagne über die Crowdfunding-Plattform Seedmatch plant das Berliner Start-up gigmit den Ausbau sowie die Beteiligung seiner Community am wirtschaftlichen Erfolg der Bookingplattform. Im Mittelpunkt stehen dabei Daten über Konzerte.

17.05.2019 14:21 • von Dietmar Schwenger
Will über Crowdfunding Geld in die Kassen spülen: die Booking-Plattform gigmit (Bild: gigmit)

Mit einer Finanzierungskampagne über die Crowdfunding-Plattform Seedmatch plant das Berliner Start-up gigmit den Ausbau sowie die Beteiligung seiner Community am wirtschaftlichen Erfolg der Bookingplattform. Im Mittelpunkt stehen dabei Daten über Konzerte.

"Während es das traditionelle Veranstalten von Konzerten immer schwerer hat, Menschen vor die Bühne zu bringen, hat ein Streaming-Service im Oktober 2018 das erste Konzert, das auf Streaming-Daten basiert, veranstaltet - und in wenigen Minuten ausverkauft", teilt das Unternehmen mit. "Warum nicht das Wissen, wo, wie und mit wem ein erfolgreiches Konzert stattfinden kann, mit allen teilen und nutzen?"

Noch 2019 will das Unternehmen seinen Nutzern diese Informationen zur Verfügung stellen. "Aus Fan- und Streamingdaten der sozialen Netzwerke sowie Video- und Musikplattformen lässt sich ableiten, welche Künstler wo besonders stark nachgefragt sind", heißt es aus Berlin.

"Mit der Analyse und Aufbereitung dieser Daten liefert gigmit ein relevantes Informationsangebot, das Passgenauigkeit zwischen Musikern und Konzertveranstaltern herstellt, ohne das kreative Bauchgefühl der Booker auszuhebeln oder Geschmacksfragen einem Algorithmus zu überlassen. Der Ausbau dieser Technologie hat großes Wirtschaftspotenzial für die globale Livemusik-Landschaft", ist man sich bei gigmit sicher.

"In wenigen Jahren wird es unvorstellbar sein, ohne Datenanalyse zu booken. Die verfügbaren Informationen zu ignorieren, wäre leichtsinnig", sagt Marcus Rüssel, CEO und Gründer von gigmit. Die Etablierung eines datengetriebenen Matchmakings wird gigmit laut eigenen Angaben 850.000 Euro kosten. Dieses Kapital soll nun über die Crowdfunding-Plattform Seedmatch eingesammelt werden. Ab 250 Euro können sich Kleinanleger an gigmit beteiligen, wodurch sie vom etwaigen wirtschaftlichen Erfolg profitieren sollen.

"Dadurch haben auch die Kleinen in der Branche die Möglichkeit, am wirtschaftlichen Erfolg teilzuhaben - als Mikroinvestoren und als Nutzer", sagt Rüssel.

Seit der Gründung von gigmit im Jahr 2012 sind bereits über 75.000 Künstler registriert, um sich auf Veranstaltungen aller Genres zu bewerben. Zudem haben sich laut gigmit-Zahlen mehr als 6000 Veranstalter angemeldet. Bislang seien auf gigmit mehr als 30.000 Auftrittsmöglichkeiten ausgeschrieben worden, mit einem Auftragsvolumen von insgesamt über acht Millionen Euro, informiert das Start-up.