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Wiglaf Droste gestorben

Der Satiriker, Sänger und Buchautor Wiglaf Droste ist am 15. Mai nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 57 Jahren im fränkischen Pottenstein gestorben.

16.05.2019 14:22 • von Frank Medwedeff
Nahm kein Blatt vor den Mund: Wiglaf Droste (Bild: WortArt)

Der Satiriker, Sänger und Buchautor Wiglaf Droste ist am 15. Mai 2019 nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 57 Jahren im fränkischen Pottenstein gestorben.

Der am 27. Juni 1961 in Herford geborene Droste startete seine Karriere als Journalist und schrieb anfangs unter anderem für die "taz". Seine erste Single als Sänger erschien 1989: "Grönemeyer kann nicht tanzen" entstand in Kollaboration mit Bela B. (Die Ärzte).

Wiglaf Droste veröffentlichte zahlreiche Musik-CDs, Bücher und Hörbucher, schrieb für "Titanic" und die "Junge Welt" und etablierte sich mit bissigen und provokanten Texten als einer der scharfzüngigsten Satiriker der Republik. Seine Anhänger feierten Droste als legitimen Nachfahren von Kurt Tucholsky, sein polasierender und schonungsloser Spott wurde zugleich vielfach heftigst kritisiert und brachte ihm nicht wenige Protestaktionen und Schadensersatzzahlungsforderungen ein.

Droste gründete Anfang der 90er Jahre mit einem Freund an der Berliner Volksbühne das Benno-Ohnesorg-Theater als Sprungbrett für neue satirische Talente. Mit dem Spardosen-Terzett aus Essen gab er ab dem Jahr 2000 literarische Konzerte und brachte die gemeinsamen Programme auch als Tonträger heraus.