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Recording Academy legt Grammy-Geschicke erstmals in Frauenhände

Deborah Dugan übernimmt Anfang August bei der Recording Academy den Posten als President & CEO und die Nachfolge von Neil Portnow. Damit tritt zum ersten Mal eine Frau an die Spitze der Grammy-Ausrichter.

09.05.2019 14:17 • von
Bringt 30 Jahre an Erfahrungen aus dem Spitzenmanagement in der Wirtschaft und dem Non-Profit-Bereich mit: Deborah Dugan (Bild: Recording Academy)

Deborah Dugan übernimmt Anfang August 2019 bei der Recording Academy den Posten als President & CEO. Die Berufung durch den Aufsichtsrat um den Vorsitzenden John Poppo gaben die Veranstalter der Grammy-Verleihung am 8. Mai bekannt. Deborah Dugan tritt die Nachfolge von Neil Portnow an.

Damit tritt zum ersten Mal eine Frau an die Spitze der Recording Academy.

Deborah Dugan bringt Erfahrungen aus mehr als drei Jahrzehnten aus dem Spitzenmanagement in der Wirtschaft und dem Non-Profit-Bereich mit. Zuletzt stand sie als CEO an der Spitze der unter anderem in der Bekämpfung von AIDS aktiven Organisation (RED). Die Anwältin war zuvor unter anderem als President von Disney Publishing Worldwide oder als Executive Vice President bei der EMI Records Group/Angel Records aktiv.

Neil Portnow, der langjährige President & CEO der Recording Academy, geriet im Frühjahr 2018 bei der 60. Verleihung der US-Musikpreise im Zusammenhang mit der Diskussion ums Thema Geschlechtergerechtigkeit ins Visier der Öffentlichkeit. Damals meinte er sinngemäß, dass Frauen sich einfach mehr anstrengen müssten. Weibliche Führungskräfte aus dem Musikgeschäft forderten anschließend mehr Transparenz und Mitbestimmungsmöglichkeiten bei den Grammys. Portnow entschuldigte sich für seine Wortwahl und richtete unter anderem eine Task Force ein. Seinen bis Mitte 2019 laufenden Vertrag verlängerte er zuletzt nicht noch einmal. Neil Portnow, zuvor unter anderem in Diensten von Zomba, EMI, Arista und Twentieth Century Fox, trat einst als Präsident der Akademie die Nachfolge von Michael Greene an, der der sexuellen Belästigung von Mitarbeiterinnen verdächtigt wurde.