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Raumgreifender Verdrängungswettbewerb bei Elektronifestivals

Wie bei den Rock- und Indiefestivals sind auch bei den Elektronik-Open-Airs Sicherheit und steigende Gagen wichtige Themen. MusikWoche fragte ausgesuchte Veranstalter nach den größten Herausforderungen für ihr Event in diesem Jahr.

28.06.2019 10:32 • von Jonas Kiß
Brauchen viel Platz im Hunsrück: die Campingflächen von Nature One (Bild: Nature One)

Wie bei den Rock- und Indiefestivals sind auch bei den Elektronik-Open-Airs Sicherheit und steigende Gagen wichtige Themen. MusikWoche fragte ausgesuchte Veranstalter nach den größten Herausforderungen für ihr Event in diesem Jahr.

»Es herrschen grundsätzlich weiterhin gute Zeiten für Musikfestivals, die Festivalkultur ist ein fester Bestandteil der aktuellen Jugendkultur«, sagt Aga Heller, General Manager 99 Ghosts und Veranstalter des Wet Open Airs und Ausrichter von Festivals unter der international aktiven Hyte-Marke. »Allerdings wird der Wettbewerb immer größer, neue Festivals schießen wie Pilze aus dem Boden. Das macht es nicht einfacher, Tickets zu verkaufen. Der Markt ist gesättigt, man muss sich aus der Masse herausheben. Kundenbindung ist hierbei ein wichtiges Thema für uns, wir entwickeln neue Wege, um die Loyalität unserer Besucher zu fördern und belohnen.«

Auch Bernd Dicks, Mit-Organisator des Parookaville Festivals, weiß: »Der elektronische Musikmarkt ist stark im Wandel. Die Dichte der elektronischen Festivals und Musikveranstaltungen hat in den letzten Jahren enorm zugenommen, was insbesondere im Booking zu vielen Überschneidungen innerhalb der Branche führt.« Inzwischen hätten aber viele Veranstalter verstanden, dass es nicht mehr nur um die DJs auf der Bühne geht, sondern um das Gesamterlebnis. Und da sieht sich Parookaville auf der sicheren Seite: »Wir haben glücklicherweise mit Parookaville ein europaweit einzigartiges Stadtkonzept, eine verrückte Fantasiestadt, mit so vielen Facetten aufgestellt, die es uns möglich machte, im vergangenen Herbst schon 95 Prozent aller Tickets zu verkaufen, ohne auch nur einen Künstler bekanntzugeben. Wir freuen uns sehr, dieses Jahr mit 85.000 Parookaville- Bürgern und mehr als 300 bestätigten Künstlern wieder das größte deutsche Dance-Festival - und ein Wochenende lang die größte Stadt der Region am Niederrhein zu sein.«

Das vollständige Dossier mit weiteren Statements von Bernd Breiter (BigCityBeats), Oliver Vordemvenne (I-Motion), Sebastian Eggert (Airbeat One), Bela Gurath (Sea You Freiburg) und Thomas Piper (Dockland) lesen MusikWoche-Abonnenten in Heft 19, im dazugehörigen Livepaper oder hier.