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Universal Music startet mit zweistelligen Zuwächsen ins Geschäftsjahr

Die Universal Music Group erzielte im ersten Quartal des Jahres 2019 bei Einnahmen von gut 1,5 Milliarden Euro ein Umsatzplus in Höhe von 22,9 Prozent. Sogar im physischen Bereich legte der Musikkonzern zu.

15.04.2019 11:07 • von
Stellte mit Universal Music laut Konzernangaben in jeder Woche des ersten Quartals die Nummer eins der Spotify-Wochencharts in den USA und in der globalen Wertung: Lucian Grainge (Bild: Universal Music)

Die Universal Music Group erzielte im ersten Quartal des Jahres 2019 bei Einnahmen von 1,502 Milliarden Euro ein Umsatzplus in Höhe von 22,9 Prozent. Das zeigt die Bilanz, die der Vivendi-Mutterkonzern am 15. April in Paris präsentierte. Bereinigt um Währungseffekte und Zu- oder Verkäufe lag das von Vivendi nun als "organisch" bezeichnete Plus bei 18,8 Prozent. Ertragszahlen weist der Konzern für seine Musiktochter fürs erste Fiskalquartal diesmal nicht aus.

Im Bereich Recorded Music erzielte die von Chairman & CEO Lucian Grainge geleitete Universal Music von Anfang Januar bis Ende März bei Einnahmen in Höhe von 1,208 Milliarden Euro Zuwächse von 23,2 Prozent; bereinigt lag das Plus bei 19,2 Prozent. Größter Wachstumstreiber war die Vermarktung von Musik über Aboangebote und Streamingplattformen, die um 32,4 Prozent auf 737 Millionen Euro wuchs. Während es im Bereich der Downloadverkäufe um 14,1 Prozent auf noch 104 Millionen Euro abwärts ging, legte der Musikkonzern selbst im physischen Bereich zu: Hier erzielte Universal Music bei Umsätzen von 193 Millionen Euro ein Plus von 24,2 Prozent.

Die Verlagsaktivitäten von Universal Music Publishing legten in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres nach Umsätzen um 8,2 Prozent auf 225 Millionen Euro zu. In der Merchandising-Sparte, wo Bravado zu Jahresbeginn den US-Mitbewerber Epic Rights übernommen hatte, wuchs der Umsatz um satte 80,1 Prozent auf 72 Millionen Euro.

Zu den Bestsellern von Universal Music zählten im ersten Quartal Veröffentlichungen von Ariana Grande,, der japanischen Formation Back Number, von Queen und Billie Eilish sowie der der "A Star Is Born"-Soundtrack. In der Liste anstehender und aktueller VÖ-Schwerpunkte finden sich unter anderem Verweise auf Rammstein, Herbert Grönemeyer und Ben Zucker.

Als ein Highlight streicht Vivendi heraus, dass Universal Music in jeder Woche des ersten Quartals die Nummer eins der Spotify-Wochencharts in den USA und in der globalen Wertung gestellt habe.

Im Geschäftsjahr 2018 knackte der Musikkonzern erstmals die Umsatzmarke von sechs Milliarden Euro. Vivendi sucht derzeit einen Käufer für einen Anteil von bis zu 50 Prozent der Musiktochter - ein potenzieller Milliardendeal.