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Deutsche Grammophon baut Marktführung aus und strukturiert um

Die Klassik stand im Musikmarkt zuletzt unter Druck: Laut BVMI sank der Umsatzanteil 2018 um 0,6 Prozentpunkte. In diesem anspruchsvollen Marktumfeld konnte die Deutsche Grammophon ihren Marktanteil weiter steigern, teilen die Klassikspezialisten aus dem Hause Universal Music mit. Im ersten Quartal 2019 zog die DG nun neue Strukturen ein.

29.03.2019 16:41 • von
Schulterschluss bei der Vertriebstagung Universal Inside 2017 (von links): Frank Briegmann (Universal Music, Deutsche Grammophon) mit den Künstlern Lang Lang und Benny Andersson sowie Clemens Trautmann (Deutsche Grammophon) (Bild: Stefan Höderath / Universal Music)

Die Klassik stand im deutschen Musikmarkt zuletzt unter Druck: Der Bundesverband Musikindustrie weist für das Repertoiresegment für 2018 einen Umsatzanteil von nur noch 2,5 Prozent aus. Das sind noch einmal 0,6 Prozentpunkte weniger als noch 2017; in den vergangenen fünf Jahren hat sich der Marktanteil der Klassik mehr als halbiert.

In diesem zumindest anspruchsvollen Marktumfeld hat die Deutsche Grammophon ihre Position offenbar festigen können: Der Marktanteil der Deutschen Grammophon sei im vergangenen Jahr, in dem das renommierte Klassik-Label seinen 120. Geburtstag feierte, weiter gewachsen, teilen die Klassikspezialisten aus dem Hause Universal Music mit.

"Nach den Jahrescharts 2018 lag er bei 29,3 Prozent und damit um 3,2 Prozentpunkte über dem Vorjahr", heißt es aus Berlin mit Verweis auf Zahlen von GfK Entertainment. "Der Abstand zum nächstgrößeren Mitbewerber konnte auf elf Prozentpunkte ausgebaut werden" - im September 2018 zur Night Of Classics waren es noch zehn Prozentpunkte. Besonders erfreulich sei das Wachstum im Digitalsegment: Hier habe die Deutsche Grammophon um fünf Prozentpunkte auf einen Anteil von nunmehr 38,4 Prozent zulegen können.

Um angesichts der Veränderungen im Markt auch künftig "für ihre Künstler optimal aufgestellt zu sein", vollzog man bei der Deutschen Grammophon nun im ersten Quartal 2019 neue Strukturen ein: "An die tradierte Einteilung von A&R bis zur Katalogauswertung tritt fortan eine innovative Gliederung in die Repertoire-Cluster Classical, Heritage, New Repertoire und Special Projects", heißt es aus Berlin.

Um diese Cluster wieder gruppieren sich Kompetenz-Teams, die notwendiges Know-how für die jeweiligen Genres und operativen Prozesse bündeln sollen. "Hier arbeiten Produzenten, Produkt- und Katalogmanager, Digital-Experten und Promotion-Verantwortliche eng und nach agilen Prinzipien zusammen, um Künstlern die ideale Unterstützung bei der Erschließung ihres vollen Potentials zu geben", teilt das Unternehmen mit.

"Wir glauben fest daran, dass divers zusammengesetzte Teams, in denen unterschiedliche Fachkompetenzen gebündelt sind, die klügsten und nachhaltigsten Entscheidungen treffen", kommentiert Clemens Trautmann als President der Deutschen Grammophon den Umbau. "Unsere Künstler und ihr Erfolg stehen im Zentrum der Teamarbeit, und sie können sich auf konstante sowie hoch motivierte Ansprechpartner verlassen. So können wir unseren Künstlern weiterhin den bestmöglichen Service bieten und unseren Hörern die beeindruckendsten klassischen Musikerlebnisse vermitteln."

Trautmann dankt zudem dem Team der Deutschen Grammophon für seinen Einsatz sowie die "Kreativität und Veränderungsbereitschaft, ohne die unsere Markterfolge nicht denkbar sind".

Als President & CEO Central Europe Universal Music und Deutsche Grammophon gratuliert auch Frank Briegmann dem Team der Deutschen Grammophon und allen Künstlern, "die zu diesem hervorragenden Jahresergebnis beigetragen haben". Briegmann macht aber auch deutlich, dass man sich auf diesem Erfolg nicht ausruhen werde, sondern an dem Weg festhalten werde, "auch uns selbst kontinuierlich zu verändern, um unseren Künstlern und den Klassikliebhabern auch weiterhin perfekten Service und herausragende Produkte bieten zu können. Die neue Struktur leistet dazu einen wichtigen Beitrag."