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Analyst sieht weltweiten Musikmarkt solide im Plus

Kurz bevor die IFPI ihre Bilanz für 2018 vorlegt, präsentiert Analyst Mark Mulligan von Midia Research eine neue Hochrechnung. Das Umsatzplus fällt zwar etwas knapper aus als noch bei einem ersten Trendbericht, liegt aber dennoch im höheren einstelligen Prozentbereich. Zudem rechnet Mulligan Marktanteile im Bereich Recorded Music vor.

13.03.2019 17:02 • von
Marktführerschaft im Bereich Recorded Music ausgebaut: Universal Music liegt laut Hochrechnungen von Analyst Mark Mulligan um fast zehn Prozentpunkte vor dem nächsten Mitbewerber, allerdings kommen die unabhängigen Musikunternehmen und DIY-Acts zusammengerechnet beinahe an den Primus heran. (Bild: Midia Research "Recorded Music Market 2018: Stream Engine")

Nur rund zwei Wochen bevor der internationale IFPI-Dachverband seine Bilanz für den weltweiten Musikmarkt 2018 vorlegt, präsentiert der britische Analyst Mark Mulligan von Midia Research eine neue Hochrechnung aus seinem Bericht "Recorded Music Market 2018: Stream Engine". Das Umsatzplus fällt zwar etwas knapper aus als noch bei einem ersten Trendbericht aus dem Dezember 2018 prognostiziert, liegt aber dennoch im höheren einstelligen Prozentbereich.

So geht Mark Mulligan im Geschäft mit Recorded Music nun von weltweiten Umsätzen in Höhe von 18,8 Milliarden Dollar aus und einem Zuwachs von 7,9 Prozent im Vorjahresvergleich. Kurz vor Weihnachten sollten es noch 18,9 Milliarden Dollar werden, das Plus hätte dann bei acht Prozent gelegen.

Wachstumstreiber bleibt dabei das Streaming: In diesem Bereich seien die Einnahmen der Plattenfirmen im Vergleich zu 2017 um rund 30 Prozent auf nunmehr 9,6 Milliarden Dollar gewachsen und hätten erstmals einen Umsatzanteil von 51 Prozent erreicht.

Auch wenn die Zuwachsraten im Streaming in manchen etablierten Märkten wie den USA oder UK abflauen würden, so erwartet Mulligan insgesamt doch auch für das laufende Jahr 2019 erneut zusätzliche Einnahmen in Höhe von zwei Milliarden Dollar aus der Vermarktung von Musik über Streamingangebote, unter anderem weil Nationen wie Deutschland oder Mexiko in diesem Bereich weiter aufholen würden.

Zudem rechnet der Midia-Analyst Mulligan Marktanteile im Bereich Recorded Music vor: Demnach soll Universal Music seine Marktführerschaft um 0,6 Prozentpunkte auf 30,3 Prozent ausgebaut haben, während Sony Music bei nunmehr rund 21 Prozent um 1,5 Prozentpunkte hinter dem Vorjahresergebnis blieb und Warner Music um 0,6 Prozentpunkte auf 18,3 Prozent zulegte. Die unabhängigen Musikunternehmen sieht Mulligan ohne die auf Majors entfallenden Vertriebsvolumina bei einem Marktanteil von rund 30 Prozent, drei Prozent davon sollen bereits auf sich selbst vermarktende Künstler entfallen.