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Carsten Brosda analysiert die Bedeutung von Musik für den Standort Hamburg

Bei Veranstaltungen wie der Verleihung der VIA - VUT Indie Awards bewies Carsten Brosda bereits, wie sehr ihm Musik und Politik am Herzen liegen. Im Gespräch mit MusikWoche erläutert der Senator für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg, was Musik für die Stadt und ihre Kultur bedeutet, wo Hamburg in die Szene investiert und wie er zu Clubkonzerten von traurigen Männern mit Gitarre steht.

22.03.2019 11:33 • von Jonas Kiß
"Musik und Kultur haben einen Wert an sich und sollten nicht bloß in einem funktionalen Kontext betrachtet werden." Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg. (Bild: Bertold Fabricius)

Bei Veranstaltungen wie der Verleihung der VIA - VUT Indie Awards bewies Carsten Brosda bereits, wie sehr ihm Musik und Politik am Herzen liegen. Im Gespräch mit MusikWoche erläutert der Senator für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg, was Musik für die Stadt und ihre Kultur bedeutet, wo Hamburg in die Szene investiert und wie er zu Clubkonzerten von traurigen Männern mit Gitarre steht.

"Natürlich nicht!", sagt Carsten Brosda auf die Frage, ob er sich Hamburg ohne Musik vorstellen könne. "Oder frei nach Loriot: Hamburg ohne Musik ist möglich, aber sinnlos." Schließlich sei Hamburg "seit Jahrhunderten aufs Engste mit Musik verbunden" und zudem "eine Stadt musikalischer Vielfalt und Kreativität", betont der Senator. "Für seine lebendige Clubszene und Festivalkultur ist Hamburg international bekannt und beliebt. Aber auch die klassische Musik hat hier von Brahms über Mahler bis Ligeti eine lange und starke Tradition." Die Eröffnung der Elbphilharmonie habe der Wahrnehmung Hamburgs als Musikstadt zu neuem Auftrieb verholfen, sagt Brosda. "Um diese Entwicklung weiter voranzubringen, schafft die Stadt die entsprechenden Rahmenbedingungen - und trägt dazu bei, dass wir uns hoffentlich nie ernsthaft die Frage nach einer musiklosen Stadt stellen müssen."

Als musikalische Leuchttürme der Hansestadt verweist der Senator auf die Elbphilharmonie, das Reeperbahn Festival, erstklassige Orchester wie das Philharmonische Staatsorchester unter Kent Nagano, die Staatsoper, die vielfältige freie Musikszene sowie die Jazzfestivals, die alle wesentlich zu Hamburgs vielfältiger Musikszene beitragen würden.

Welche Bedeutung Carsten Brosda der Musik und Musikkultur als Wirtschaftsfaktor für den Standort Hamburg beimisst, was das in Zahlen zum Beispiel in Hinblick auf Übernachtungen von Kulturreisenden oder Mitarbeitern der Musikunternehmen bedeutet, was Gelder fürs Reeperbahn Festival, die Labelförderung oder die Club Awards bewirken, was bis zu den in ziemlich genau einem Jahr in Hamburg anstehenden Bürgerschaftswahl noch auf der To-Do-Liste des Senators steht, was für Auswirkungen ein High-School-Jahr in Texas auf seine musikalischen Vorlieben hatte und ob sich Carsten Brosda ein politisches Engagement auch abseits des Standorts Hamburg vorstellen könnte, lesen Abonnenten in MusikWoche, Heft 10/2019, im E-Paper oder hier. Mehr zum Standort Hamburg finden Sie außerdem in Heft 11/2019.