Unternehmen

KKR und Tencent angeblich an Universal Music interessiert

Der Verkauf von bis zu 50 Prozent der Anteile an der Universal Music Group dürfte für den Vivendi-Mutterkonzern ein Milliardendeal werden. Passend dazu setzt die Gerüchteküche internationale Schwergewichte auf die Karte der potenziellen Interessenten.

28.02.2019 12:32 • von
Leitet den Weltmarktführer im Geschäft mit Recorded Music: Lucian Grainge, Chairman & CEO der Universal Music Group, hier jüngst bei seinem Keynote-Interview auf der Bühne des Mobile World Congress in Barcelona (Bild: David Adamson Photography, Mobile World Congress)

Der Verkauf von bis zu 50 Prozent der Anteile an der Universal Music Group dürfte für Vivendi ein Milliardendeal werden. So hatten die Investmentbanker von JP Morgan die von Lucian Grainge geleitete Musiktochter des französischen Konzerns kürzlich auf 44 Milliarden Euro oder umgerechnet rund 50 Milliarden Dollar taxiert, und damit die Deutsche Bank übertrumpft, die Universal Music kurz zuvor mit einem Preisschild von mehr als 29 Milliarden Euro oder umgerechnet rund 33 Milliarden Dollar versehen hatte.

Passend dazu setzt die Gerüchteküche entsprechende internationale Schwergewichte auf die Karte der potenziellen Interessenten: So will die Nachrichtenagentur "Reuters" von namentlich nicht benannten Informanten und mit Bezug auf noch informelle Gespräche erfahren haben, dass die US-amerikanische Beteiligungsgesellschaft KKR ebenso an einem Einstieg bei Universal Music interessiert sein soll wie die chinesische Tencent Music Entertainment Group.

Die Investoren von KKR - Kohlberg Kravis Roberts & Co waren von 2009 bis 2013 als Joint-Venture-Partner des Bertelsmann-Konzerns am Aufbau der heutigen BMG beteiligt; hierzulande sorgte KKR erst jüngst mit der Übernahme der Tele München Gruppe und dem Kauf der RTL-Tochterfirma Universum Film für Schlagzeilen.

Die Tencent Music Entertainment Group, die im Musikbereich die Streamingdienste QQ Music, Kugou oder Kuwo betreibt, kam bei ihrem Börsengang Mitte Dezember 2018 auf eine Bewertung von rund 21,3 Milliarden Dollar. Den jüngsten Handelstag an der New Yorker Börse schlossen die Papiere des Unternehmens mit einem Kurs von 18,49 Dollar ab - deutlich über dem Ausgabekurs in Höhe von 13 Dollar.

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