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"Bohemian Rhapsody" auch in chinesischen Kinos

Trotz der bekanntermaßen repressiven Haltung der Behörden gegen Content mit homosexuellen Charakteren hat "Bohemian Rhapsody" die staatliche Erlaubnis für einen Kinostart bekommen.

27.02.2019 12:39 • von Jochen Müller

Das Freddie-Mercury-Biopic Bohemian Rhapsody" wird auch in China in die Kinos kommen. Eine entsprechende Genehmigung ist jetzt erteilt worden - vor dem Hintergrund der repressiven Haltung der Behörden gegenüber Content mit homosexuellen Charakteren zur Überraschung Vieler. Allerdings wird nach Angaben des "Hollywood Reporter" aus dem Film noch eine Minute mit Szenen, die Drogenkonsum und Küsse von Mercury mit anderen Männern zeigen herausgeschnitten werden müssen, bevor er im Limited Release voraussichtlich Mitte März in China in die Kinos kommt.

Für Aufruhr vor allem in Sozialen Medien hatte zuvor das Vorgehen des Streamingdiensts Mango TV gesorgt, der in der Übertragung der Oscarverleihung eine Passage aus der Dankesrede des für seine Rolle als Freddie Mercury ausgezeichneten Rami Malek, maßgeblich veränderte. In der Untertitelung des Satzes: "Hört zu, wir haben einen Film über einen schwulen Mann, einen Immigranten, der sein Leben lebte, ohne sich zu entschuldigen gemacht" ersetzte Mango TV die Formulierung "schwuler Mann" durch "Mann aus einer speziellen Gruppe".

In den vergangenen Jahren war die Haltung der chinesischen Behörden gegenüber Kinofilmen mit homosexuellen Inhalten nicht wirklich stringent gewesen. So wurde Ang Lees Oscargewinner Brokeback Mountain" der Kinostart trotz Lees Starstatus in China verwehrt. "Die Schöne und das Biest" wurde hingegen trotz einer kurzen, aber weitreichend diskutierten "homosexuellen Sequenz" 2017 ungeschnitten gezeigt. Die Szene, in der Michael Fassbender in "Alien: Covenant" sich selbst küsst, wurde hingegen für die chinesische Version des Films herausgeschnitten.