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Schandmaul stellten neues Album im Proberaum vor

Im bandeigenen Proberaum in Gröbenzell bei München spielte die Band Schandmaul am 22. Februar ihr kommendes Album "Artus" eingeladenen Journalisten vor, die zum Teil aus ganz Deutschland angereist waren. Universal Music veröffentlicht das Werk am 3. Mai.

25.02.2019 14:24 • von Dietmar Schwenger
Stellten "Artus" im Proberaum in Gröbenzell vor: die Schandmaul-Mitglieder (hinten, von links) Stefan Brunner und Matthias "Hiasl" Richter sowie (vorn) Martin Christoph "Ducky" Duckstein, Birgit Muggenthaler-Schmack, Thomas Lindner und Neuzugang Saskia Forkert (Bild: MusikWoche)

Im bandeigenen Proberaum in Gröbenzell bei München spielte die Band Schandmaul am 22. Februar 2019 ihr kommendes Album, "Artus", eingeladenen Journalisten vor, die zum Teil aus ganz Deutschland angereist waren. Die Universal-Music-Divison VEC veröffentlicht das Werk am 3. Mai.

"Artus" ist das zehnte Studioalbum des 1998 gegründeten Sextetts, das mit dem Vorgänger, Leuchtfeuer", im Jahr 2016 erstmals Platz eins der Offiziellen Deutschen Charts erreicht hatte. Für die Alben davor, Traumtänzer" (2011) und Unendlich" (2014) gab es jeweils Gold und auch "Leuchtfeuer" befinde sich "auf dem besten Weg zum Edelmetall", lässt die Band wissen.

Das neue Album ist kein Konzeptalbum, auch wenn sich drei aufeinanderfolgende Songs mit der "Artus"-Sage beschäftigen. Vielmehr werde der Longplayer wieder bevölkert von Figuren aus dem Schandmaul-Universum wie dem "Meisterdieb", dem "Totengräber", dem "Vagabunden" oder dem "Kapitän", erzählte Sänger Thomas Lindner. Zudem bietet das Werk Adaptionen von literarischen Motiven wie "Der Froschkönig" oder "Der Weiße Wal".

Neben der Sagen-, Legenden- und Mythenwelt des Mittelalters ist für Lindern auch der Bezug zur Gegenwart wichtig: "Wir immer bleiben wir unserem Ruf als Geschichten- und Märchenerzähler treu. Auf unserem neuen Album finden sich ebenso Geschichten aus dem Hier und Jetzt, gehüllt in Gewänder vergangener Zeiten, große Erzählungen altehrwürdiger Künstler oder einfach unserer Phantasie entsprungen."

Musikalisch hat die Band die Rockmusik und die angestammten Mittelalter-Sounds noch näher zusammengebracht und miteinander verzahnt. Dabei hat die Band erstmals mit dem Produzenten Fabio Trentini gearbeitet (Guano Apes, Donots, H-Blockx), der "uns mit seiner langjährigen Erfahrung gehörig frischen Wind in die Segel blies", formuliert Lindner. "Mit ihm gemeinsam entwickelten wir eine für uns neue Arbeitsweise, indem wir Teams von Spezialisten bildeten, welche die einzelnen Produktions- und Aufnahmephasen mit ihrem Know-how begleiteten". Den Mix übernahm Ronald Prent, für das Mastering zeichnete Darcy Proper verantwortlich.

Der Abend klang mit einem Essen im Gröbenzeller Club Hexe aus, wo die Band vor über 20 Jahren ihre ersten Konzerte gespielt hatte. Bereits ab Ende April stehen die ersten Festivals an, die vom langjährigen Schandmaul-Bookingpartner Headline Concerts veranstaltete "Artus"-Tournee folgt im Oktober und November 2019.