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JP Morgan taxiert Universal Music auf bis zu 50 Milliarden Dollar

Der Vivendi-Konzern will bis zu 50 Prozent der Universal Music Group veräußern. Die Investmentbanker von JP Morgan halten die von Lucian Grainge geleitete Musiktochter des französischen Konzerns für ein einzigartiges Angebot - und schrauben die Bewertung weiter rauf.

19.02.2019 10:23 • von
Leitet nach Ansicht der Investmentbanker von JP Morgan ein bis zu 50 Milliarden Dollar schweres Musikunternehmen: Lucian Grainge (Bild: Universal Music)

Der Vivendi-Konzern will bis zu 50 Prozent der Anteile an der Universal Music Group veräußern. Die Investmentbanker von JP Morgan halten die von Chairman & CEO Lucian Grainge geleitete Musiktochter des französischen Konzerns für ein einzigartiges Angebot - und schrauben die Bewertung weiter rauf.

Laut der Nachrichtenagentur "Reuters" lobte Analyst Daniel Kerven in einem Bericht von JPMorgan Cazenove das Portfolio von Universal Music für seine "untermonetarisierten" und "unverzichtbaren" Inhalte, die für die Technologieriesen von globaler strategischer Bedeutung seien und sich schwerlich ersetzen ließen. Den Wert des Musikkonzerns taxierte der JP-Morgan-Banker demnach auf 44 Milliarden Euro oder umgerechnet rund 50 Milliarden Dollar - und übertraf damit noch einmal die Deutsche Bank, die Universal Music erst kürzlich mit einem Preisschild von mehr als 29 Milliarden Euro oder umgerechnet rund 33 Milliarden Dollar versehen hatte.

Der Vivendi-Mutterkonzern hatte am 14. Februar 2019 seine Jahresbilanz samt der Zahlen für Universal Music präsentiert. Demnach knackte die Musiktochter im Geschäftsjahr 2018 die Umsatzmarke von sechs Milliarden Euro und erzielte bei operativen Erträgen in Höhe von 946 Millionen Euro ein Plus von 18,4 Prozent im Vorjahresvergleich, währungsbereinigt lagen die Zuwächse bei 22,1 Prozent. Das EBITA-Vorsteuerergebnis wuchs bereinigt ebenfalls um 21,1 Prozent.