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Universal Music durchbricht Umsatzmarke von sechs Milliarden Euro

Vor gerade einmal zwei Jahren erreichte Universal Music erstmals Umsätze von mehr als fünf Milliarden Euro. Im Geschäftsjahr 2018 knackte der Konzern nun bereits die Marke von sechs Milliarden Euro. Der Vivendi-Konzern treibt derweil die Pläne um den Teilverkauf seiner Musiktochter voran.

14.02.2019 18:37 • von
Verbuchte mit Universal Music im Geschäftsjahr 2018 ein prozentual zweistelliges Plus bei den operativen Gewinnen: Lucian Grainge (Bild: Universal Music)

Vor gerade einmal zwei Jahren erreichte die Universal Music Group erstmals Umsätze von mehr als fünf Milliarden Euro. Im Geschäftsjahr 2018 knackte der Konzern nun bereits die Marke von sechs Milliarden Euro.

Laut der Jahresbilanz, die der Vivendi-Mutterkonzern am 14. Februar 2019 nach Börsenschluss in Paris präsentierte, erzielte die von Chairman & CEO Lucian Grainge geleitete Universal Music Group von Anfang Januar bis Ende Dezember 2018 Einnahmen in Höhe von 6,023 Milliarden Euro. Das bedeutet ein Umsatzplus in Höhe von 6,2 Prozent, bereinigt um Wechselkursschwankungen lagen die Zuwächse gar bei zehn Prozent.

Operativ erzielte Universal Music im abgelaufenen Geschäftsjahr Erträge in Höhe von 946 Millionen Euro; ein Plus von 18,4 Prozent im Vorjahresvergleich, währungsbereinigt lagen die Zuwächse bei 22,1 Prozent. Das EBITA-Vorsteuerergebnis wuchs bereinigt ebenfalls um 21,1 Prozent.

Der Plattenfirmenarm des Weltmarktführers im Geschäft mir Recorded Music erzielte ein währungsbereinigtes Umsatzplus von 9,8 Prozent. Dazu trugen vor allem die um 37,3 Prozent gewachsenen Einnahmen aus dem Streaminggeschäft bei, die die Einbußen aus dem Verkauf von Musikdownloads und physischen Tonträgern mehr als ausgleichen konnten. Bei den Downloads verbuchte Universal Music Einbrüche um 23,5 Prozent, im physischen Bereich ging es um 16,1 Prozent bergab.

Zu den Jahresbestsellern gehörten Veröffentlichungen von Drake, Post Malone, The Beatles und XXXTentacion, aber auch der " A Star Is Born"-Soundtrack.

Auf weltweiter Basis habe Universal Music zudem bei Spotify die fünf am häufigsten abgerufenen Tracks, die vier erfolgreichsten Künstler und die drei erfolgreichsten Alben des Jahres 2018 gestellt, streicht der Konzern heraus. Aber auch bei Apple Music habe man die fünf erfolgreichsten Künstler ebenso vertreten wie 14 der 20 weltweit erfolgreichsten Songs.

Im Musikverlagsgeschäft wuchsen die Einnahmen von Universal Music Publishing im Vorjahresvergleich währungsbereinigt um 14,5 Prozent. Im Bereich Merchandising lag das Umsatzplus bei 1,5 Prozent.

Der Vivendi-Konzern treibt derweil die Pläne um den Teilverkauf seiner Musiktochter voran und will weiterhin bis zu 50 Prozent der Anteile an der Universal Music Group versilbern. Noch im Frühjahr wolle man die Bücher für sogenannte Due-Diligence-Prüfungen potenzieller Interessenten öffnen, heißt es aus dem Hause Vivendi. Auch die Auswahl von Banken und Finanzberatern, die den Verkaufsprozess begleiten, soll in den kommenden Wochen abgeschlossen werden.