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Diskussionen bei Eurosonic

Nach dem Preismarathon am Eröffnungstag lag der Schwerpunkt bei Eurosonic Noorderslag am 17. Januar auf dem Konferenz- und Liveprogramm sowie den Empfängen.

18.01.2019 09:24 • von Dietmar Schwenger
Sprachen über den deutschen Livemarkt: Ben Mitha (Karsten Jahnke Konzertdirektion), Ionannis Panagopoulos (Live Nation) und Yan Mangels (FKP Scorpio) (Bild: MusikWoche)

Nach dem Preismarathon am Eröffnungstag lag der Schwerpunkt bei Eurosonic Noorderslag am 17. Januar auf dem Konferenz- und Liveprogramm sowie den Empfängen. Auf dem Programm standen Veranstaltungen zum Thema Artikel 13 bei der Neugestaltung des Urheberrechts im Netz, Festivals und Agenturen in Europa, Ticketing und psychische Erkrankungen im Musikgeschäft.

Der legendäre Manager Peter Jenner (Pink Floyd, The Clash) beklagte in seinem Keynote Interview, dass bei den Kreativen noch immer viel zu wenig Geld für ihre Arbeit einginge. MusikWoche-Autor Manfred Tari moderierte eine Runde über das Ende der traditionellen PR-Arbeit, die so gefragt waren, dass die Ordner nach Beginn des Panels keine Leute mehr in den Saal ließen.

Ebenfalls bis auf den letzten Platz gefüllt war die traditionelle, von MusikWoche präsentierte Runde zum deutschen Livemarkt am Donnerstagnachmitttag. MusikWoche-Redakteur Dietmar Schwenger befragte Ben Mitha (Karsten Jahnke Konzertdirektion), Ionannis Panagopoulos (Live Nation) und Yan Mangels (FKP Scorpio). Sie waren sich zumindest in dem Punkt einig, dass es zu viele Tourneen gebe und bei weitem nicht alle Bands, die live spielen wollten, "tour-ready" seien.

Auch der Wandel bei der Vermarktung angesichts wegbrechender medialer Filter und einer zunehmenden Verlagerung beschäftigt die drei Livexperten. So sagte Panagopoulos, gefragt nach den Indikatoren, die auf eine potenziell erfolgreiche Tour schließen lassen: "Die Verkaufscharts spielen für uns keine Rolle mehr, allenfalls die Airplaycharts."

Am Abend ging mit dem ETEP Dinner eine der größten Netzwerkveranstaltungen der Gastgeber über die Bühne, während die Hamburger PR-Agentur Factory 92 erneut eine Reception der osteuropäischen Länder organisiert hatte.

Ab 20 Uhr spielten dann die ersten Bands des offiziellen Showcaseprogramms. Für deutsche Akzente sorgten an dem Abend unter anderem Fjort, Eli und Komfortzone. Auch weit nach Mitternacht bildeten sich vor den Clubs der Stadt mitunter lange Schlangen, wobei Eurosonic-Delegierte beim Einlass bevorzugt wurden.