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Markus Wolfahrt wollte "richtige Brass-Musik machen"

Bei seinem ersten Besuch auf der MusikWoche-Couch stellte der einstige Klostertaler-Sänger Markus Wolfahrt seine neue Band Alpin KG vor, die mit dem nun veröffentlichten Album auf eine neue Art der Blasmusik setzt.

18.01.2019 15:00 • von Jonas Kiß
Markus Wolfahrt gründete 1976 die Klostertaler, die nach den Erfolgen unter anderem beim »Grand Prix der Volksmusik « vor allem im Segment der volkstümlichen Partymusik erfolgreich waren. 2010 löste sich die Band auf. Die Abkürzung Alpin KG steht nun für Klostertaler Generation (Bild: Musikwoche)

Bei seinem ersten Besuch auf der MusikWoche-Couch stellte der einstige Klostertaler-Sänger Markus Wolfahrt seine neue Band Alpin KG vor, die mit dem gleichnamigen Album auf eine neue Art der Blasmusik setzt.

»Es war schon immer mein Traum, mit mehreren Musikern richtige Brass-Musik zu machen, wir wollten ein richtiges echtes Brett produzieren«, erzählt Markus Wolfahrt, der sich diesen Traum nun mit einer neuen, sechsköpfigen Band erfüllt hat. Nach 34 Jahren mit den Klostertalern und zwei Soloalben habe er ganz bewusst eine Pause eingelegt um nach der Zeit, in der man oft zwei Drittel des Jahres unterwegs gewesen sei, neue Kräfte und Ideen zu sammeln. Aus seiner Arbeit als Verleger wisse er, dass sich zwischen progessiver Brass-Musik wie LaBrassBanda oder Moop Mama und der eher konservativen Blasmusik eine Marktlücke aufgetan habe, die er nun mit der Alpin KG füllen wolle.

Der Akzent liegt dabei auf qualitativ hochwertiger Musik, bei der die Bläser alle Register ihres Könnens ziehen, ohne den Spaßfaktor zu vernachlässigen. »Auch ich selber komme ja aus der Blasmusik und es macht mir jetzt eine riesige Freude, mit diesen jungen Musikern zusammenzuarbeiten, die alle eine Hochschulausbildung haben und ansonsten auch in Jazz und Klassik zuhause sind.« Der jüngste der Musiker sei sogar mit der Musik der Klostertaler aufgewachsen, deren Erbe man insofern antrete, als dass man sich auch der Party-Philosophie der Formation verpflichtet fühle.

Anders als bei deren programmierten Klängen gehe es bei der Alpin KG aber um »live, live und live«, betont Wolfahrt. »Auch Electrola war sofort von unserem Konzept begeistert und meinte, wir sollten nach einem Demo mit fünf Titeln gleich ein Album produzieren. « Entsprechend schwärmt Wolfahrt von seinem Label: »Bei Jörg Hellwig und der Electrola höre ich wirklich das Herz für die Musik schlagen, und ich würde mir wünschen, dass das bei anderen Firmen auch so wäre.«

Das Album der Alpin AG ist seit dem 19. Januar 2019 verfügbar.