chartwoche.de

Charts KW 3: Daniela Alfinito entthront Udo Lindenberg

In den Top 100 Longplay der Offiziellen Deutschen Charts feiert die Schlagersängerin Daniela Alfinito, Tochter von Bernd Ulrich von den Amigos, mit ihrem Album "Du warst jede Träne wert" ihre erste Nummer eins. DJ Ötzi landet auf Rang vier einen persönlichen Rekordeinstieg. Bei den Singles beherrscht Ava Max mit "Sweet But Psycho" weiterhin die Szenerie.

11.01.2019 16:17 • von Frank Medwedeff
Geht in Führung bei den Alben: Daniela Alfinito (Bild: Kerstin Joensson)

In den Top 100 Longplay der Offiziellen Deutschen Charts stürmt die Schlagersängerin Daniela Alfinito mit ihrem Album Du warst jede Träne wert" (Telamo/Warner Music) als Neueinsteigerin an die Spitze und kann hier nach zwei fünften Plätzen mit Ein bisschen sterben" 2015 und Sag mir wo du bist" 2017 ihre erste Pole Position feiern. Alfinito wandelt damit erfolgreich auf den Spuren ihres Vaters Bernd Ulrich und ihres Onkels Karlheinz Ulrich vom Schlagerduo Amigos, das schon neun Alben auf Platz eins gebracht hat.

"Dank meiner Familie, die mich unterstützt, bekomme ich den Job, die Familie und meinen Hund und meine Leidenschaft, das Singen, überhaupt unter einen Hut", betont die Mutter eines mittlerweile erwachsenen Sohnes, die im Hauptberuf als Altenpflegerin tätig ist. "Diese Aufgabe gibt mir viel, kostet aber auch Kraft. Musik macht mir Spaß und ist der beste Ausgleich, den ich mir vorstellen kann", so die neue Tabellenführerin, die zwei der berühmtesten Musikstars der Nation übertrumpft:

Udo Lindenberg muss sich mit MTV Unplugged 2 - Live vom Atlantik" nach dreiwöchiger Dominanz vorerst mit dem zweiten Platz begnügen, und auch für Herbert Grönemeyer geht es mit Tumult" um eine Rangstufe abwärts auf die Drei.

DJ Ötzi entert das Klassement mit 20 Jahre DJ Ötzi - Party ohne Ende" auf Rang vier - für den Österreicher ein neuer persönlicher Rekord in den deutschen Longplaycharts. DJ Ötzi kommentiert: "Ich freue mich unbändig, dass meine Fans gerade dieses Album mit deutschen und englischen Songs so hoch schätzen. Ich habe hier nicht nur meine großen Hits wie 'Ein Stern...' oder 'Hey Baby' und viele andere platziert, sondern vor allem auch fünf neue Songs, die die Fans offenbar begeistern. Das macht mich sehr glücklich."

Die Düsseldorfer Metalband Callejon landet neu auf Platz fünf mit dem Album Hartgeld im Club", auf dem sie unter dem hierfür in Kallejon geänderten Bandnamen 13 HipHop-Tracks auf ihre spezielle Art völlig neu interpretiert, darunter "Palmen aus Plastik" von Bonez MC & Raf Camora, "Urlaub für's Gehirn" von K.I.Z. oder "Kids (zwei Finger an den Kopf)" von Marteria.

Um jeweils zwei Plätze sinken Alex Christensen & The Berlin Orchestra mit Classical 90s Dance 2" (von vier auf sechs), Queens Kompendium The Platinum Collection - Greatest Hits I, II & III" (von fünf auf sieben) und AnnenMayKantereits Schlagschatten" (von sechs auf acht. Ebenfalls nach unten orientieren müssen sich Zaz, deren Longplayer Effet Miroir" vom dritten auf den neunten Rang rutscht, sowie Kerstin Ott und ihr Mut zur Katastrophe" (von acht auf zehn).

Christian Thielemann und die Wiener Philharmoniker springen mit der Aufnahme vom Neujahrskonzert 2019" von null auf 13. Direktlandungen in der oberen Chartshälfte legen auch noch die niederländischen Schwermetaller Legion Of The Damned mit Slaves Of The Shadow Realm" auf Position 17 sowie Kinderliederspezialist Volker Rosin hin, dessen Best Of!"-Sammlung an 40. Stelle debütiert.

Das Ranking der Distributoren für die Top 100 Longplay sieht Universal Music mit 53,1 Prozent Markanteil vorn. Warner Music generiert in dieser Woche 28,6 Prozent, gefolgt von Sony Music (16,1 Prozent) und Believe/Soulfood (0,9 Prozent).

In den Top 100 Singles tut sich auf den ersten vier Positionen gar nichts. Regierende Chartskönigin bleibt hier Ava Max mit Sweet But Psycho" vor den Rappern Capital Bra mit Benzema", LX & Maxwell feat. Bonez MC, Gzuz & Sa4 mit HaifischNikez Allstars" sowie Sido mit Tausend Tattoos". Panic! At The Disco legen mit High Hopes" um eine Stelle zu auf die Fünf.

Für den höchsten Neuzugang verantwortlich sind Nash & Azet, deren Crack, Koks, Piece Unternehmen" auf Rang 13 die Arbeit aufnimmt.

Universal Music ist mit 40,6 Prozent Markanteil auch die Nummer eins in der Hitliste der Vertriebsfirmen für die Singlescharts. Warner Music findet sich hier mit 25,1 Prozent ebenfalls an zweiter Stelle und Sony Music (20,9 Prozent) auf der Drei. GoodToGo (8,8 Prozent) und Edel/Kontor (4,1 Prozent) ergänzen die Top 5.

Bravo - The Hits 2018" bleibt Primus der Top 30 Compilations. Die ultimative Chart Show - Die erfolgreichsten Hits der 90er" steigt nach Ausstrahlung der TV-Sendung dazu am 4. Januar auf RTL von Rang 25 auf zwei, während die Après Ski-Hits 2019" an dritter Position verweilen.

Zwei Neuzugänge bringen es in die Top 10: Dream Dance 86" auf Rang sieben und Kontor Sunset Chill 2019 - Winter Edition" auf zehn.

Universal Music dominiert auch bei den Compilations mit einem Marktanteil von 61,3 Prozent die Rangliste der Vertriebe. Auf einen zweistelligen Proezntwert kommt ansonsten nur Sony Music (22,6 Prozent). GfK Entertainment weist für Warner Music 9,1 Prozent aus, für Edel/Kontor 4,6 Prozent sowie für Pavement Records 1,8 Prozent.