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Deutsche Bank schraubt Bewertung von Universal Music rauf

Vivendi will bis zu 50 Prozent der Anteile an Universal Music zu Geld machen. Die Investmentbanker der Deutschen Bank bewerten die Musiktochter nun mit mehr als 29 Milliarden Euro, umgerechnet rund 33 Milliarden Dollar.

08.01.2019 10:58 • von
Kann beim Verkauf der Anteile von Universal Music auf ein Milliardengeschäft hoffen: Vivendi-CEO Arnaud de Puyfontaine (Bild: Vivendi, Dr)

Vivendi will bis zu 50 Prozent der Anteile an Universal Music zu Geld machen. Die Deutsche Bank bewertet die Musiktochter des französischen Konzerns nun mit mehr als 29 Milliarden Euro, umgerechnet rund 33 Milliarden Dollar. Damit heben die Investmentbanker ihre Einschätzung des Weltmarktführers im Geschäft mit Recorded Music deutlich an, und sehen zudem weiter Luft nach oben:

Zuvor ging man bei der Deutschen Bank für Universal Music noch von einer Bewertung in Höhe von rund 20 Milliarden Euro aus. "Nachdem sich der Hype um den Verkauf der UMG-Beteiligung gelegt hat, besteht nun Spielraum für eine Überraschung der Bewertung nach oben im zweiten Halbjahr 2019", zitiert "Seeking Alpha" aus dem Papier der Banker.

Als potenzielle Interessenten für einen Einstieg bei Universal Music gilt demnach weiterhin Liberty Media, die Deutsche Bank nennt aber auch Tencent und wirfft die Namen Alphabet, Facebook, Amazon, Spotify, Apple oder Alibaba in den Ring.

Ende Juli 2018 hatte Vivendi die bis dahin durchgespielten Börsenpläne für Universal Music abgeblasen. Das IPO-Thema sei zu komplex, sagte CEO Arnaud de Puyfontaine damals bei der Vorlage der Vivendi-Halbjahresbilanz. Zeitgleich eröffnete man die Suche nach einem strategischen Partner für die Universal Music Group.

Die aktuellen Zahlen der Deutschen Bank kommen nun allerdings noch nicht ganz an die Dimensionen heran, die Arnaud de Puyfontaine noch im November 2017 vorschwebten, als der Vivendi-CEO noch eine Bewertung des Musikmajors von 40 Milliarden Dollar oder zum damaligen Zeitpunkt umgerechnet fast 34 Milliarden Euro für realistisch hielt.