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Spotify legt Milliardenzwist mit Wixen Music außergerichtlich bei

Vor fast genau einem Jahr hatte der US-Musikverlag Wixen Music, der unter anderem Rechte an Songs von Tom Petty, den Doors, Neil Young und Santana hält, eine Klage gegen Spotify eingereicht. Dabei ging es um 1,6 Milliarden Dollar. Nun legen beide Parteien den Streit mit einem Vergleich bei.

03.01.2018 11:23 • von
Auch um seine Rechte ging es bei der Klage gegen Spotify: der im Oktober 2017 verstorbene Tom Petty (Bild: Sam Jones)

Vor fast genau einem Jahr hatte der US-Musikverlag Wixen Music, der unter anderem Rechte an Songs von Tom Petty, den Doors, Neil Young und Santana hält, eine Klage gegen Spotify eingereicht. Weil der Streamingdienst Werke ohne entsprechende Lizenzen verfügbar machte, sollte Spotify mindestens 1,6 Milliarden Dollar an die Rechteinhaber zahlen. Nun legen beide Parteien den Streit außergerichtlich mit einem Vergleich bei, der auch eine weitere Zusammenarbeit abdeckt.

In einer gemeinsamen Mitteilung, (Update: die inzwischen auch MusikWoche vorliegt), betonen Wixen-Music-President Randall Wixen und Spotify-Chefanwalt Horacio Gutierrez die gegenseitige Wertschätzung beider Seiten, halten sich mit finanziellen Details zu dem nun geschlossen Pakt aber bedeckt. Eine Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC (Securities And Exchange Commission) war die Einigung dem inzwischen börsennotierten Streamingdienst indes zunächst nicht wert.

Der US-Verlag Wixen Music hatte die Klageschrift am 29. Dezember 2017 bei einem Bundesgericht in Los Angeles eingereicht und den Spotify-Betreibern dabei unter anderem vorgehalten, Autoren nicht angemessen zu vergüten, den eigenen Managern aber "unerhörte" Jahresgehälter zu zahlen. Der in Los Angeles ansässige Musikverlag forderte 150.000 Dollar pro Song, was zusammengerechnet 1,6 Milliarden Dollar ergab.