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Universal thront über allem

21.12.2018 13:06 • von Jonas Kiß
An ihnen kam in der Jahresauswertung 2018 niemand vorbei: Helene Fischer und Frank Briegmann (Universal Music) (Bild: Stefan Höderath)

Mit einem Chartsanteil von 45,2 Prozent im entscheidenden Longplaysegment führt Universal Music auch 2018 die von GfK erhobene Jahresauswertung an. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnte der Weltmarktführer den Anteil in Deutschland sogar noch um rund fünf Prozentpunkte steigern, während die anderen beiden Majors Federn lassen mussten. Großen Anteil am Universal-Erfolg 2018 hatte erneut Helene Fischer sowie zwei weitere Universal-Music- Acts, wie Frank Briegmann, President & CEO Central Europe Universal Music und Deutsche Grammophon, ausführt: »Mit Helene Fischer, Bonez MC & Raf Camora sowie Gzuz gehen alle drei Top-Platzierungen der Album-Jahrescharts an Universal- Music-Künstler. Dass Helene es mit dem gleichen Album sogar zum zweiten Mal in Folge bis an die Spitze der Jahrescharts geschafft hat, ist besonders bemerkenswert.«

Briegmann betont weiter, wie wichtig der Domestic-Bereich ist. »Besonders der hohe Anteil nationaler Produktionen sowohl in den Gesamt-Jahrescharts als auch bei den Top-Platzierungen der Universal- Music-Künstler zeugen von einer ungebremst hohen Nachfrage nach einheimischen Künstlern in einem dynamischen Marktumfeld sowie vom Erfolg des Universal-Music-Engagements zur Förderung von Domestic Acts und Produktionen.« Der Erfolg von Universal Music geht quer durch die von GfK erhobenen Kategorien. So liegt Universal Music im nationalen Longplay-Bereich mit 31,71 Prozent vorn; bei den Singles sind es 38,66 Prozent und bei der nationalen Singles-Auswertung kommt der Major auf 16,66 Prozent. Im Segment Compilations sind es 43,95 Prozent, die hier zu Buche schlagen. Sony Music kommt in der Lonplay- Wertung mit 19,96 Prozent (Vorjahr 21,56 Prozent) auf Rang zwei, gefolgt von Warner Music mit 18,56 Prozent (Vorjahr: 20,1 Prozent).

Bei den Singles kann Sony Music leichte Zuwächse verzeichnen: die Münchner verbessern sich von 24,04 auf 24,58 Prozent während Warner Music von 25,93 auf nunmehr 22,43 Prozent fällt. Bemerkenswert ist der Erfolg von Believe, die von der Übernahme von Soulfood und den damit verbundenen Chartsanteilen nach wie vor massiv profitieren. Bei den Alben klettert der von Thorsten Freese geführte Hamburger Indievertrieb von 2,23 Prozent im Vorjahr auf nun 4,36 Prozent. Allerdings reicht selbst dieses Plus nicht, um an der Firmenfamilie GoodToGo vorbeizuziehen, die trotz eines Rückgangs von 7,32 auf 6,8 Prozent erfolgreichster Indievertrieb bleibt.

Insgesamt kommen die unabhängigen Firmen, wenn man Indies mit Major-Vertriebspartner einmal außen vor lässt, auf einen Prozentanteil von 16,28 Prozent im Jahr 2018. 2017 fiel dieser Wert allerdings etwas höher aus. Damals erreichten die Indies noch 17,94 Prozent.

Bei den Verlagen rangiert Warner/ Chappell mit 25,04 Prozent vor Sony/ ATV mit 24,15 Prozent und BMG mit 15,86 Prozent. Universal Music Publishing steht mit 14,8 Prozent vor Kobalt, Budde, Roba, Schedler, Concord und Wintrup. Im Vorjahr hingegen stand Sony/ATV auf Platz eins: auf den Rängen danach fanden sich 2017 Warner/Chappell, Universal Music Publishing und BMG.