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Änderungen am Chartsregelwerk greifen zum neuen Jahr

Nach dem Jahreswechsel kommt es zu einer Änderung bei der Bewertung von Deluxe- und Fan-Editionen mit T-Shirts, Postern oder anderen Beigaben für die Offiziellen Deutschen Charts. Deren Wert darf künftig den der jeweiligen Tonträger übersteigen. Die Höchstsumme pro Transaktion für die Einberechnung in die Charts sinkt zugleich.

13.12.2018 16:06 • von Frank Medwedeff

Mit Start zum 4. Januar 2019 werden in der Systembeschreibung der Offiziellen Deutschen Charts, ermittelt durch GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbands Musikindustrie (BVMI), Änderungen wirksam. Es gehe dabei "vor allem darum, dem vermehrt großen Interesse der Konsumenten an 'Deluxe & Fan'-Editions gerecht zu werden". Deshalb öffne man die Chartsregeln weiter, "indem wir die chartsrelevanten Einschränkungen für solche Beigaben reduzieren", wie es seitens BVMI und GfK Entertainment heißt. Natürlich müsse gleichzeitig gelten, "dass die Künstler oder die Musik dabei nicht in den Hintergrund geraten".

Konkret fällt ab dem 4. Januar 2019 (Chartswoche 2/2019) in den Offiziellen Deutschen Charts der Grundsatz weg, dass der "Wertbestandteil" der Produktbeigaben bei Fan- und Deluxe-Editionen wie T-Shirts, Postern, Stickern oder ähnlichem "aus Sicht der Verbraucher nicht mehr wert sein darf als der Bild- oder Tonträger selbst".

Um "durch einzelne überdurchschnittlich hochpreisige Angebote die Repräsentativität der Charts nicht zu gefährden", wird gleichzeitig in den Offiziellen Deutschen Charts nach dem Jahreswechsel die Höchstsumme bei der Berechnung der Verkaufswerte "pro Produkt und Transaktion" generell von bislang 50 Euro um zehn Euro gesenkt. Bei Produkten, die über diesem Werl liegen, werde fortan "nur eine Summe von 40 Euro für die Berechnung der Charts angewandt".

Dies gilt zum Beispiel für die Fan-Edition eines neuen HipHop-Albums mit T-Shirt und Baseballkappe für 60 Euro Ladenpreis ebenso wie für eine Vinyl-Box mit dem Gesamtwerk eines Musikers oder einer Band ohne Beigaben mit einem Endverbraucherpreis von 200 Euro.