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Auch deutsche Kandidaten im Rennen um den Grammy 2019

Am 7. Dezember gab die Recording Academy die Liste der Nominees für eine Auszeichnung bei der 61. Grammy-Verleihung bekannt. Mit dabei sind Kendrick Lamar mit acht und Drake mit sieben Nennungen. Auch deutsche Kandidaten gehen erneut ins Grammy-Rennen. Ganz vorn mit dabei ist ein Sieger aus diesem Jahr.

07.12.2018 16:49 • von
Zum dritten Mal in Folge für eine Grammy-Auszeichnung nominiert: Robert Russ (Sony Classical), hier mit Ehefrau Nina Feldmann und der beim Opus Klassik 2018 errungenen Trophäe (Bild: MusikWoche)

Am 7. Dezember 2018 legte die Recording Academy die Liste der Nominees für eine Auszeichnung bei der 61. Grammy-Verleihung vor. Die Bekanntgabe erfolgte wenig später als zunächst geplant, weil die Organisatoren des amerikanischen Musikpreises eine Kollision mit der Trauerfeier für den früheren Präsidenten George H.W. Bush vermeiden wollten.

Ganz vorn mit dabei sind die HipHop-Weltstars Kendrick Lamar mit acht und Drake mit sieben Nennungen, Produzent Boi-1da und die Singer/Songwriterin Brandi Carlile kommen auf je sechs Nominierungen sowie Cardi B, Childish Gambino, H.E.R., Lady Gaga, Maren Morris, der Produzent Mark "Sounwave" Spears (Kendrick Lamar, "Black Panther") und der Tontechniker Mike Bozzi auf je fünf.

Auch deutsche Kandidaten gehen erneut mit ins Rennen um die Grammys. Mit dabei ist hier ein Sieger aus diesem Jahr:

So kann sich das Team um Robert Russ (Sony Classical) mit Andreas K. Meyer und Rebekah Wineman für die Arbeit am Projekt "A Rhapsody In Blue - The Extraordinary Life Of Oscar Levant" in der Kategorie "Best Historical Album" Hoffnungen auf eine Auszeichnung machen. Anfang 2018 gehörte Sony-Music-Manager Russ bereits in derselben Sparte mit "Leonard Bernstein - The Composer" zu den Grammy-Gewinnern, und holte später auch noch einen Opus Klassik. Für Russ ist es zudem nach 2017 und 2018 die dritte Grammy-Nominierung in der Historischen Kategorie in Folge.

Dirk Sobotka, der sein Tonmeister-Diplom an der Hochschule für Musik in Detmold machte, kommt auf zwei Nennungen als Kandidat in den Sparten "Producer Of The Year, Classical" und "Best Engineered Album, Classical", dort zusammen mit Mark Donahue.

Der deutsche Dirigent und Hornist Sebastian Weigle kann auf einen Grammy in der Dirigenten-Kategorie hoffen, der Chor und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks in der Kategorie "Best Choral Performance" und die Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Simon Rattle und mit Pianistin Yuja Wang für das Bartok-Klavierkonzert als "Best Classical Instrumental Solo".

Auch das deutsche Label Bear Family Records ist erneut für zwei historische Projekte, "At The Louisiana Hayride Tonight ..." und "Battleground Korea - Songs and Sounds of America's Forgotten War", für einen Grammy nominiert.

Die Recordings Academy verleiht die 61 Grammy Awards am 10. Februar im Staples Center in Los Angeles, als TV-Partner ist CBS live mit an Bord.