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PR-Profis wollen das Ziel immer im Auge behalten

Auch das Geschäft im Bereich PR und Promotion hat sich gewandelt. MusikWoche wollte von ausgesuchten Agenturen aus dem Bereich der Print-, Radio- und Tourpromotion wissen, wo sie die Vor- oder Nachteile der Digitalisierung in der PR-Arbeit sehen.

21.12.2018 10:45 • von Jonas Kiß
- (Bild: Matthew Lejune)

Auch das Geschäft im Bereich PR und Promotion hat sich gewandelt. MusikWoche wollte von ausgesuchten Agenturen aus dem Bereich der Print-, Radio- und Tourpromotion wissen, wo sie die Vor- oder Nachteile der fortschreitenden Digitalisierung in der PR-Arbeit sehen.

Für Robert Larasser, Managing Director RL Promotion & Consulting, gehört es zu den Vorteilen, "dass neue Songs schneller im Markt platziert werden und Auswerter wie das Radio zeitnah reagieren können". Aber auch die Digitalisierung könne kein persönliches Gespräch beim Entscheider im Radio ersetzen. "Die Kombination aus beidem ist mein Erfolgsgarant im Rahmen einer erfolgreichen Radiokampagne."

Auch Stefan Kahé, Geschäftsführer Kahé PR & Dialog, sieht es "die Geschwindigkeit, mit der man News über Künstler in die Welt bringen kann", eigentlich als Vorteil. "Die Geschwindigkeit kann sich aber auch gegen einen richten, wenn sich unangenehme Meldungen in Windeseile verbreiten, die dann schwer einzufangen sind und auch als Unwahrheit lange Zeit im Netz hängen bleiben."

Laut Marco Linke, Inhaber cmm consulting for music and media, hat die Digitalisierung die PR-Arbeit erleichtert: "Der digitale Versand von Promotionalben, Infopaketen, hochauflösenden Bildern und HD-Videoclip- Downloads spart jede Menge Zeit, Kosten für Porto/Verpackung, macht es sicherer und lässt sich auch für die meisten Empfänger leichter und schneller verarbeiten." Ein Nachteil sei allerdings die gewachsene Zahl an Labels, Veranstaltern und Veröffentlichungen: "Früher musste man eine gut sortierte Datenbank mit über Jahren gewachsenen Kontakten haben und pflegen. Heutzutage kann fast jeder alles recherchieren."

Was außerdem Jörg Timp, Geschäftsführer Starkult, Sandra Eichner, Geschäftsführerin Rosenheim Rocks, Christoph Diekmann, Geschäftsführer AreaEntertainment, Mark Dehler, Geschäftsführer netinfect, Julia Bergold, MCS, Arndt Kielstropp, Managing Director Themroc PR & Promotion, und Marie von Baumbach, Geschäftsführerin van Almsick & Team, zur Entwicklung im PR-Bereich sagen. lesen Abonnenten in MusikWoche, Heft 49/2018, im dazugehörigen Livepaper oder hier.