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BMG baut US-Geschäft um

Bei BMG verteilt Hartwig Masuch die Verantwortung im US-Markt neu - und hievt dabei die drei Niederlassungen in Los Angeles, Nashville und New York auf den Status nationaler BMG-Gesellschaften wie Deutschland, UK oder Frankreich. Neben Beförderungen geht die Umstrukturierung auch mit dem Abschied eines Spitzenmanagers einher.

06.12.2018 11:27 • von
Übernehmen bei BMG in den USA mehr Verantwortung (von links): Thomas Scherer (Los Angeles), Kos Weaver und Jon Loba (Nashville) und John Loeffler (New York) (Bild: BMG)

Bei BMG verteilt CEO Hartwig Masuch die Verantwortungen im US-Markt neu - und hievt dabei die drei Niederlassungen in Los Angeles, Nashville und New York auf den Status nationaler BMG-Gesellschaften wie Deutschland, UK oder Frankreich. Neben Beförderungen geht die Umstrukturierung auch mit dem Abschied eines Spitzenmanagers einher.

So kündigt Zach Katz, der 2012 zu BMG stieß, zwischenzeitlich die Publishing-Aktivitäten des Unternehmens leitete und zuletzt als President Repertoire & Marketing fungierte, seinen Abschied zum Jahresende an. Die Trennung scheint durchaus in gutem Einvernehmen zu erfolgen. So zollt Masuch dem scheidenden Manager seinen Respekt, nennt ihn einen engen Freund und zeigt sich zuversichtlich, auch künftig mit Katz zusammenzuarbeiten. Katz selbst macht derweil deutlich, dass BMG seine besten Jahre noch vor sich habe.

Auf der Karriereleiter aufwärts geht es derweil für andere Manager im Hause BMG: Ab Anfang Januar übernimmt Thomas Scherer als Executive Vice President Repertoire & Marketing die Leitung der BMG-Niederlassung in Los Angeles. In Nashville lenken dann Jon Loba als Executive Vice President BBR Music Group und Kos Weaver als Executive Vice President BMG Nashville gemeinsam die Geschicke der dortigen Dependance. Und in New York übernimmt John Loeffler als Executive Vice President Repertoire & Marketing, New York das Ruder. Die Leiter aller drei Standorte berichten künftig direkt an Masuch, einen US-Boss gibt es somit nicht.

Welche Bedeutung der US-Markt und somit auch diese drei Standorte für das Musikunternehmen global haben, macht Hartwig Masuch denn auch mit einer Zahl und einer Vergleichsreihe deutlich: "Die USA stehen für mehr als 50 Prozent des gesamten BMG-Geschäfts", sagt der BMG-CEO. Wäre Los Angeles eine eigene Ländergesellschaft, wäre sie BMG-intern der größte Markt, noch deutlich vor Großbritannien, Nashville käme intern auf Platz drei noch knapp vor Deutschland und New York immer noch auf Position sechs, knapp hinter Frankreich.

"In einem schnell wachsenden Unternehmen wie BMG besteht eine der ganz großen Herausforderungen darin, die optimale Struktur für jede Entwicklungsstufe zu finden", kommentiert Hartwig Masuch die Umstrukturierungen im US-Geschäft. Die nun gefundene Struktur schaffe die Voraussetzungen für die nächste Wachstumsphase von BMG in den USA, zeigt sich der CEO zuversichtlich.