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Backkatalog-Special: Wo die digitalen Blüten blühen

Nach gezielten Umfragen in den Bereichen Schlager und Metal hat MusikWoche nun ausgewählte Backkatalog-Experten gefragt, inwiefern sich auch in ihrem Bereich die Tatsache widerspiegelt, dass der digitale Umsatzanteil in Deutschland in diesem Jahr erstmals den physischen überholt hat.

19.12.2018 09:45 • von Jonas Kiß
Ihre Musik ist physisch und digital gefragt: The Beatles, hier ein Foto von 1968 (Bild: Apple Corps Ltd)

Nach gezielten Umfragen in den Bereichen Schlager und Metal hat MusikWoche nun ausgewählte Backkatalog-Experten gefragt, inwiefern sich auch in ihrem Bereich die Tatsache widerspiegelt, dass der digitale Umsatzanteil in Deutschland in diesem Jahr erstmals den physischen überholt hat.

»Die Backkatalogvermarktung ist sicherlich voll im Streaming-Zeitalter angekommen«, urteilt Lutz Stöver, Director Rhino & Catalogue Warner Music Group Central Europe. »Doch auch mit der zunehmenden Bedeutung des digitalen Geschäfts beschränkt sich die Auswertung des Backkataloges nicht auf physische oder digitale Formate oder Konfigurationen. Gerade im Katalogbereich haben wir es eben mit einer sehr anspruchsvollen Zielgruppe zu tun, die weiter mit maßgeschneiderten und fokussierten Konzepten bedient werden möchte.

Für Moritz Trapp, General Manager Catalogue International Universal Music, steht fest: »Aufwendige Editionen, fanorientierte Boxsets und hochwertig überarbeitete Vinylausgaben bilden weiterhin eine sehr wichtige Umsatzsäule im Kataloggeschäft. Das Digitalgeschäfthatte im Katalog in den letzten Jahren bereits einen gewichtigen Anteil - dieser Trend setzt sich aktuell fort.«

Clemens Fiedler, Senior Director Catalog & Special Concepts bei Sony Music Commercial, betont, dass das Katalogsegment quasi sogar Vorreiter sei, wenn es um den digitalen Umsatzanteil gehe. »Im kommenden Jahr steuert das Segment erfreulicherweise in Richtung 70 Prozent Digitalanteil. Im physischen Segment ist der Boxen- und Editionen-Bereich weiterhin ziemlich stabil und sorgt vielmehr dafür, den physischen Downfall abzumildern."

Die vollständigen Statements sowie weitere Markteinschätzungen von Stefan Kleist (Sales Director Edel), Ken Otremba (Geschäftsführer Telamo), Detlev Hoegen (Geschäftsführer Bear Family), Piet Blank (Geschäftsführer Soundcolours), Tom Redecker (Geschäftsführer Sireena) und Jens Lorentzen (DirectorCatalogue Marketing BMG) finden MusikWoche-Abonnenten in Heft 47, im dazugehörigen Livepaper oder hier.