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Applaus zeichnet 99 Spielstätten mit Programmpreis aus

Am 14. November findet der Applaus zum sechsten Mal statt. Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien, verleiht den Förderpreis dieses Jahr im Rosengarten in Mannheim. Nordrhein-Westfalen führt das Ranking der Bundesländer mit 19 Siegern an.

09.11.2018 12:31 • von Jonas Kiß
Bilden die Jury (von links): Dieter Gorny, Jonas Pirzer, Peter Harasim, Terry Krug, Julia Hülsmann, Michaela Schneider, Dieter Schubert, Constanze Schliebs und Reiner Michalke (Bild: Stefanie Kulisch)

Am 14. November 2018 findet der zum sechsten Mal statt. Nachdem die Gala 2017 in Dresden über die Bühne ging, verleiht Monika Grütters|U, Staatsministerin für Kultur und Medien, den Förderpreis dieses Jahr im Rosengarten in Mannheim.

Das Kürzel Applaus steht für "Auszeichnung der Programmplanung unabhängiger Spielstätten". Mit dem Preis fördert der Bund Spielstätten, Musikclubs und Veranstalter aus den Bereichen Rock, Pop und Jazz für herausragende Programme. Außerdem soll die Auszeichnung die Erhaltung der kulturellen Vielfalt in Deutschland unterstützen.

"Der Applaus ist vor allem den vielen kleinen Musikclubs gewidmet, die mit ihren ambitionierten und innovativen Rock-, Pop- oder Jazz-Angeboten für eine lebendige und vielseitige Musiklandschaft im ganzen Land sorgen", erklärt Monika Grütters: "Mit dem Preis wollen wir diese Clubs dafür auszeichnen und weiter ermutigen, noch häufiger jenseits des Mainstreams jungen, unbekannten Künstlerinnen und Künstlern eine Bühne für ihre kreativen Ideen zu bieten. Genau damit hat sich der Applaus einen guten Ruf erworben. Denn nur so gelingt es, eine lebendige Musik- und Clubszene mit vielen Facetten in Deutschland zu erhalten."

Zudem sei es laut Grütters wichtig, die Auftrittsbedingungen für Musiker zu verbessern. Deshalb sollen die Veranstalter die Preisgelder auch dafür nutzen, Künstlern bessere Gagen zu zahlen.

Wer mit dem Applaus ausgezeichnet wird, entscheidet eine neunköpfige Fachjury. Dort sitzen dieses Jahr neben Dieter Gorny|U (Aufsichtsratsvorsitzender Initiative Musik) als Vorsitzendem der Jury auch Jonas Pirzer (Musiker und Kulturmanager), Peter Harasim|U (Concertbüro Franken, Hirsch Nürnberg), Terry Krug (Vorstandsmitglied der Stiftung zur Stärkung privater Musikbühnen Hamburg), Julia Hülsmann (Musikerin), Michaela Schneider (Geschäftsführerin Allgäu Concerts), Dieter Schubert|U (Geschäftsführender Gesellschafter a.s.s. concerts & promotion), Constanze Schliebs|U (Künstleragentur AsiaNetwork) und Reiner Michalke|U (Programmchef Stadtgarten Köln).

Insgesamt prämiert die Jury in diesem Jahr 99 herausragende Livemusikprogramme. Dafür stellt das Staatsministerium wie bereits im Vorjahr ein Gesamtpreisgeld von 1,8 Millionen Euro bereit.

Auch wenn die Namen aller Gewinner erst am Abend der Verleihung genannt werden, steht bereits fest, wer im Ranking der Bundesländer beim Applaus 2018 vorn liegt. So führt Nordrhein-Westfalen die Liste mit 19 Siegern an, dicht gefolgt von Bayern mit 16 Kandidaten und Baden-Württemberg mit 14 Preisträgern.

In der ersten Kategorie können 26 Preisträger auf jeweils 40.000 Euro hoffen, in der zweiten Gruppe gibt es jeweils 20.000 Euro für 20 Applaus-Sieger und in der dritten Kategorie jeweils 7500 Euro für 48 Preisträger.

Für das musikalische Programm des Applaus-Abends im Rosengarten sorgen die Mannheimer Acts Angie Tylor & Band und das Alexandra Lehmler Quartett. Als Moderatorin führt Janina Klabes durch den Abend.

Erstmals wird zudem der Sonderpreis Gleichstellung ausgelobt, der an Veranstalter und Clubs geht, "die in ihrem Programm und auch in ihrem Arbeitsumfeld auf Gleichberechtigung und die Schließung des Gender-Gaps achten".

"Der Applaus hat in den letzten Jahren nicht nur an Statur gewonnen, der Preis ist ein Bestandteil der Kulturszene geworden", sagt Dieter Gorny: "Er ist wichtig für die Clubmacher, weil er einmal im Jahr Aufmerksamkeit auf das Phänomen lenkt, dass sie kulturelle Produktionsstätten und Kulturorte sind, die hochgradig zur Standortqualität beitragen."

Der Applaus-Programmpreis ist ein Projekt der Initiative Musik, das in Zusammenarbeit mit der Bundeskonferenz Jazz (BK Jazz) sowie der LiveMusikKommission - Verband der Musikspielstätten in Deutschland (LiveKomm) realisiert wird.