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Universal Music brannte ein internationales Feuerwerk ab

05.10.2018 09:27 • von Jonas Kiß
Weltpremiere auf der Bühne der Mercedes- Benz Arena: die Black Eyed Peas traten zusammen mit Nile Rodgers an der Gitarre live auf (Bild: Julia Schoierer )

So konnte Frank Briegmann, President & CEO Central Europe von Universal Music, schon zu Beginn der diesjährigen Vertriebstagung mit Herbert Grönemeyer und Rod Stewart zwei eindrucksvolle Künstler auf die Bühne holen. Zunächst lobte der Universal-Music-Boss dabei Grönemeyer als »den besten Texter Deutschlands «. Grönemeyer selbst hatte mit »Doppelherz« einen Track aus der laufenden Studioarbeit im Gepäck und zeigte sich zuversichtlich, eine Albumveröffentlichung noch vor Weihnachten bestätigen zu können. Auf die weitere Zusammenarbeit mit Universal Music freue er sich: »Wir haben uns super verlobt, jetzt kommt die Hochzeit.« Der 73 Jahre alte Rod Stewart, der laut Briegmann weltweit auf deutlich mehr als 100 Millionen verkaufte Tonträger kommt, beeindruckte kurz vor der Veröffentlichung seines 30. Soloalbums, »Blood Red Roses«, am 28. September auch ohne Livedarbietung mit einem von den Haarspitzen bis zu den Leopardenslippern durchgestyltem Auftritt.

Live traten im weiteren Verlauf der Gala in alphabetischer Reihenfolge Joep Beving, die Black Eyed Peas, Andrea und Matteo Bocelli, Bosse, Bürger Lars Dietrich, Dendemann, Hartmut Engler von Pur, Sam Fender, Gestört aber Geil mit Fabian Wegerer, Lukas Graham, Maite Kelly, Amy Macdonald, Nile Rodgers, Nico Santos, Nadine Sierra, Álvaro Soler, Xatar & Eno sowie Ben Zucker auf. Die starke Präsenz internationaler Acts auf einer Spannweite vom Newcomer Sam Fender bis zu Superstar Nile Rodgers verhalf dabei Ulf Zick zu einem eindrucksvollen Debüt auf der Bühne von Universal Music. Schließlich wechselte Zick erst im Frühjahr 2018 aus dem Streaminggeschäft von Spotify auf die Seite der Rechteinhaber - er übernahm Anfang März den Posten als Managing Director von Universal Music International. »Wenn man bei International anfängt, denkt man beinahe jeden Tag, wie, die sind auch bei uns?«, gewährte der Manager einen Einblick in seine Gefühlswelt. Passend dazu hatte er die mehrteilige Präsentation der Schwerpunktthemen für die kommenden Monate unter das Motto »Soundtrack Of Your Life« gestellt.

Zick berichtete von Kiss als seiner ersten Lieblingsband. Im Alter von acht Jahren habe er die geschminkten und in Leder gekleideten Bandmitglieder erstmals auf dem Poster einer Jugendzeitschrift gesehen und sei seitdem Fan gewesen, ohne einen Ton Musik der Formation gehört zu haben - »und geilerweise sind die auch bei uns«, schlug er den Bogen zurück, um dann zur Sache zu kommen: »Es geht nicht um mich, es geht nicht um uns, es geht vielmehr um die Künstler und deshalb sollten wir aufhören zu quatschen und Musik zeigen.« Zick kündigte an, noch zahlreiche Liveacts auf die Bühne holen zu wollen und für eventuelle Beschwerden gern persönlich zur Verfügung zu stehen: »Aber ich glaube, es gibt keine.« Tatsächlich konnte Zick mit seiner Präsentation durchaus beeindrucken, was unter anderem auch an beiderseitig eloquent geführten Unterhaltungen wie mit Nile Rodgers lag. »Ihr denkt alle, ich mache nur Hits«, scherzte der Musiker, der zusammen mit Chic am 28. September das Album »It's About Time« auf den Markt brachte. »Aber das liegt nur daran, dass ich so viel arbeite. Denn eigentlich mache ich viele Flops, und lande nur ab und an mal einen Hit.«

Im Gespräch mit Zick bedankte sich später zudem Will.I.Am von den Black Eyed Peas bei dem Team von Universal Music dafür, auch hierzulande stets selbstverständlich »wie ein Local Act« betreut worden zu sein, obwohl man doch »bloß eine US Band « sei. Gemeinsam zauberten die neu formierten Black Eyed Peas anschließend mit Nile Rodgers live und als »Weltpremiere«, wie Zick beonte, ein ganz besonderes Highlight auf die Berliner Bühne, unter anderem mit einer Version des Hits »Where Is The Love«. Aber nicht nur mit den Superstars kam Zick ganz offenbar blendend klar, beinahe ebenso selbstverständlich wusste er vor dem Auftritt des britischen Newcomers Sam Fender eine notwendige Umbaupause mit Charme zu überbrücken.