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Charts KW 39: Alligatoah vor Pur im Ziel

Alligatoah geht im Rennen um die Pole Position der Top 100 Longplay der Offiziellen Deutschen Charts mit seinem Album "Schlaftabletten, Rotwein V" als Sieger hervor, Pur bringen es mit "Zwischen den Welten" auf Rang zwei. Neue Nummer eins bei den Singles ist "Kokain" von Bonez MC & Raf Camora feat. Gzuz.

21.09.2018 16:09 • von Frank Medwedeff
Der neue Longplay-Primus und sein Gratulant: Alligatoah (rechts) mit Mathais Giloth (GfK Entertainment) bei der Übergabe des Nummer 1 Awards (Bild: GfK Entertainment)

Alligatoah schwingt sich mit seinem Album "Schlaftabletten, Rotwein V" in den Top 100 Longplay der Offiziellen Deutschen Charts direkt an die Spitze und hat dafür von Mathias Giloth, dem Geschäftsführer von Charts-Ermittler GfK Entertainment, bereits den fälligen Nummer 1 Award in Empfang genommen. Der Rapper, Sänger, DJ und Produzent stand als Solokünstler zuvor bereits 2013 mit dem Album Triebwerke" ganz oben in der deutschen Longplayhitliste - sowie als Mitglied der Trailerpark-Crew mit TP4L" 2017.

Das neue Album von Pur, "Zwischen den Welten", greift auf Rang zwei ins Chartsgeschehen ein. Eminem fällt mit Kamikaze" von zwei auf drei zurück, und Paul McCartney, der Tabellenführer von vergangener Woche, findet sich mit Egypt Station" auf dem vierten Platz wieder. Mit Jean Michel-Jarres "Planet Jarre" reiht sich dann auf Position fünf der nächste Neuzugang ein.

Lea singt sich mit ihrem Album "Zwischen meinen Zeilen" ad hoc auf Rang sechs, und Frankreichs Star-DJ David Guetta entert die Top 100 Longplay mit seinem Werk "7" standesgemäß auf dem siebten Platz. Raise Vibration" von Lenny Kravitz, letzte Woche noch auf Treppchenplatz drei, rangiert nun an achter Stelle. Kerstin Ott steigert sich mit Mut zur Katastrophe" von zehn auf neun, und Uriah Heeps "Living The Dream" debütiert auf Listenplatz zehn.

Dota, die Gewinnerin des Fred-Jay-Preises von 2014, ist mit "Die Freiheit" neu dabei auf Rang elf. Massiv rappt sich mit "M10 II" von null auf 16. Paul Weller hat beim Einzug seiner "True Meanings" auf Position 19 drei weitere Neuzugänge im Schlepptau: "Love Is Here To Stay", das gemeinsame Album von Tony Bennett und Diana Krall, an 20. Stelle, gefolgt von Grave Digger mit "The Living Dead" (21) und Deicide mit "Overtures Of Blasphemy" (22).

Universal Music hat die Rangliste der Vertriebsfirmen mit 44,7 Prozent Marktanteil weiterhin im Griff. Auf den zweiten Platz verbessert sich GoodToGo mit nicht zuletzt dank Alligatoah starken 19,2 Prozent. Es schließen sich Warner Music (14,3 Prozent), Sony Music (13,1 Prozent) und Believe/Soulfood (5,1 Prozent) an.

Auch bei den Singles gibt es einen Wechsel an der Spitze: Die Führungsposition übernehmen aus dem Stand Bonez MC & Raf Camora feat. Gzuz mit "Kokain" und verdrängen Dynoro & Gigi D'Agostinos Hit In My Mind" auf den zweiten Rang. Auch der zweithöchste Neueinsteiger ist ein HipHop-Stück made in Germany, "Bonnie & Clyde" von Loredana & Mozzik auf drei.

500 PS", die vorige Single von Bonez MC & Raf Camora, sinkt von zwei auf vier, und Rin verliert mit Dior 2001" einen Rang und ist jetzt Fünfter.

In den Top 10, genauer auf Position sieben, debütiert noch die neue Single von Bushido, "Mephisto".

Marktanteilsmäßig führt Universal Music hier das Distributorenranking mit 39,3 Prozent an. Sony Music kommt in dieser Woche auf 24,9 Prozent, Warner Music auf 16,8 Prozent, GoodToGo auf 10,4 Prozent und Edel/Kontor auf 7,0 Prozent.

Der Herbst ist da, und somit "KuschelRock"-Zeit: Folge 32 der Erfolgsreihe geht gleich nach der ersten Verkaufswoche auf die Pole Position der Top 30 Compilations und schiebt die zuvor sieben Wochen marktbeherrschenden Bravo Hits 102" an die zweite Stelle. Auch "The Dome Vol. 87" geht um eine Stufe nach unten auf die Drei.

Zweithöchster Neuankömmling ist auf Rang 16 die Jazzlabel-Kopplung "Verve & Blue Note Today 2018".

Sony Music vertreibt unter anderem Wochensieger "KuschelRock 32" und ist deswegen mit 51,5 Prozent Markanteil on top bei den Vertrieben im Compilationbereich vor Universal Music (38,4 Prozent). Warner Music ist mit 4,3 Prozent Dritter, vor Edel/Kontor (3,3 Prozent) sowie Zyx (1,4 Prozent).