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US-Musikmarkt zieht zum Halbjahr weiter an

In den ersten sechs Monaten 2018 legte der US-amerikanische Musikmarkt einen Umsatzsprung von zehn Prozent hin, wie der RIAA-Branchenverband mitteilt.

21.09.2018 13:07 • von Jonas Kiß
Aufwärtstrend: die Umsätze der Musikindustrie im weltgrößten Musikmarkt gehen weiter nach oben. (Bild: RIAA-Präsentation, Screenshot)

Der -Branchenverband (Recording Industry Association of America (RIAA) hat die Halbjahreszahlen für die USA, den weltweit größten Musikmarkt, vorgelegt.

Demnach wuchsen die Einnahmen der Musikunternehmen aus der Vermarktung von Recorded Music von Anfang Januar bis Ende Juni 2018 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zehn Prozent auf 4,6 Milliarden Dollar oder umgerechnet rund 3,9 Milliarden Euro.

Zu den Gesamtumsätzen mit Recorded Music trägt Streaming mit inzwischen 75 Prozent den Großteil bei. Digitale Downloads machen zwölf Prozent aus, während physische Produkte mit zehn Prozent nur noch eine kleine Rolle spielen. Immerhin drei Prozent rechnet die RIAA dem Synch-Geschäft zu.

Ein Wachstum von 28 Prozent innerhalb von zwölf Monaten bescherte dem Streaminggeschäft im ersten Halbjahr 2018 insgesamt 3,4 Milliarden Dollar an Umsätzen. Im Vorjahreszeitraum betrugen die Streamingumsätze noch 2,7 Milliarden Dollar. Das Streaminggeschäft wuchs dabei formatübergreifend, also im Segment Musikabos ebenso wie über werbefinanzierte Angebote und Videodienste.

Der Rückgang Im physischen Markt sei dagegen erheblich größer ausgefallen als in den Vorjahren, heißt es seitens der RIAA. Dort gaben die Umsätze der Plattenfirmen mit 462 Millionen Dollar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ganze 25 Prozent nach. Das CD-Geschäft ging um 41,5 Prozent zurück, Vinyl-LP-Umsätze wuchsen hingegen um 12,8 Prozent auf knapp 199 Millionen Dollar.

"Der Streamingmarkt bietet unzählige neue Möglichkeiten, aber auch neue Herausforderungen", kommentiert RIAA-Präsident Mitch Glazier: "Wir sehen auch, dass das Wachstum trotz unseres Systems der Musiklizenzierung erreicht wurde und nicht deswegen."

Mit dem Music Modernization Act sei man nun aber glücklicherweise auf dem richtigen Weg."Die Elemente dieses neuen Entwurfs schließen einige der eklatantesten Schlupflöcher in unseren Lizenzierungsgesetzen. Aber die Reform garantiert noch nicht, dass alle Künstler faire Vergütungen auf allen Plattformen bekommen. Wir haben noch viel Arbeit vor uns", so Glazier.