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Charts KW 38: Paul McCartney auf dem Gipfel

Paul McCartney erobert mit seinem neuen Album, "Egypt Station", erstmals seit dem Jahr 2000, als er mit dem Beatles-Sampler "1" oben stand, wieder die Pole Position der Top 100 Longplay in Deutschland. Auch Lenny Kravitz springt direkt aufs Treppchen, während sich auf dem Singles-Podium gar nichts ändert.

14.09.2018 15:59 • von Frank Medwedeff
Nach langer Zeit wieder ganz oben in den deutschen Longplaycharts: Paul McCartney (Bild: Universal Music)

Paul McCartney springt mit seinem neuen Album, Egypt Station", in den Top 100 Longplay der Offiziellen Deutschen Charts von null auf eins. Für die mittlerweile 76-jährige Musiklegende ist dies der erste Spitzenreiter hierzulande seit dem Jahr 2000, als er mit dem Beatles-Sampler 1" vorne lag. Als Solokünstler ist "Egypt Station" erst sein zweites Nummer-eins-Album hierzulande nach Tug Of War" 1982.

Eminem steigert sich mit Kamikaze" vom vierten auf den zweiten Platz. Direkt auf Rang drei landet Lenny Kravitz mit Raise Vibration", bereits das sechste Album des US-Amerikaners in den Medaillenrängen in Deutschland. Kay Ones neues Werk, Makers Gonna Make", debütiert auf Position vier. Platz fünf nimmt nun der Spitzenreiter von vergangener Woche ein, 1982" von Marteria & Casper.

Ebenfalls um vier Plätze sinkt Samy Deluxe mit SaMTV Unplugged" (von zwei auf sechs). Dann folgen drei Neuzugänge en bloc: Al-Gear rappt sich mit DVC" ad hoc auf Rang sieben, gefolgt von Alvaro Solers Mar De Colores" und dem neuen Album der Dorfrocker, Hallo alle Mann". Kerstin Otts Mut zur Katastrophe", die Nummer sechs von letzter Woche, schließt jetzt die Top 10 ab.

Für die US-Rockband Clutch war die Veröffentlichung von Book Of Bad Decisions" in Wahrheit gar keine schlechte Entscheidung, wie der Chartseinzug auf Rang 15 in Deutschland zeigt. Der Konzertmitschnitt Live At The Royal Albert Hall" von Alter Bridge mit dem Parallax Orchestra ist nächster Neuankömmling auf Platz 17; und eine Position dahinter greift die Münchner Brassband Moop Mama mit Ich" ins Geschehen ein.

Yes in der Besetzung mit Jon Anderson, Trevor Rabin und Rick Wakeman sortieren sich mit Live At The Apollo" auf Rang 26 ein, und die britische Metal-Institution Satan taucht mit Cruel Magic" an 28. Stelle auf.

Einstiege in die obere Chartshälfte vollziehen auch noch die Bostoner Rockband The Night Game mit ihrem gleichnamigen Album (auf Rang 31), Tonbandgerät mit Zwischen all dem Lärm" (33), Paul Simons In The Blue Light" (36), Chilly Gonzales mit Solo Piano III" (41) sowie die finnische Folk-Metal-Crew Korpiklaani und ihr Longplayer Kulkija" (45).

Universal Music baut seine Führungsrolle in der Rangliste der Vertriebsfirmen auf 51,3 Prozent Marktanteil im Longplaysegment aus. Warner Music bringt es mit 18,7 Prozent auf Platz zwei vor Sony Music (14,2 Prozent), Believe/Soulfood (6,1 Prozent) und GoodToGo (3,7 Prozent).

Die Konstellation auf den Podestplätzen der Top 100 Singles bleibt derweil unverändert: Nummer eins ist weiterhin In My Mind" von Dynoro & Gigi D'Agostino. Bonez MC und Raf Camora parken trotz 500 PS" unter der Haube noch immer auf Platz zwei, und auch Capital Bra bewegt sich mit dem im Verbund mit Juju entstandenen Track Melodien" nicht von Rang drei weg.

Der nächste Protagonist der deutschen HipHop-Szene folgt auf dem Fuß: Rin klettert mit Dior 2001" um eine Stelle auf die Vier. Calvin Harris & Sam Smith steigern sich mit ihrer gemeinsamen Aufnahme Promises" von 13 auf fünf. Plätze gutmachen innerhalb der Top 10 kann Dardan, der mit Facetime" von neun auf sieben klettert.

BlaBla" von Azzi Memo feat. Nimo ist höchster Neueinsteiger auf Platz 14, unmittelbar gefolgt von I Love It", einer Kollaboration von Kanye West mit Lil Pump. Auf Position 24 debütiert 10419", eine gemeinsame Aufnahme von Cro, Trettmann & KitschKrieg.

Das Distributorenranking für die Top 100 Singles sieht Universal Music mit 39,4 Prozent Marktanteil in Front. Dahinter rangieren Sony Music (25,1 Prozent), Warner Music (17,9 Prozent), Edel/Kontor (8,2 Prozent) und GoodToGo (6,8 Prozent) auf den Plätzen zwei bis fünf.

In den Top 30 Compilations hält die Vorherrschaft der Bravo Hits 102" in der siebten Woche am Stück an. "The Dome Vol. 87" bleibt in Lauerstellung auf der Zwei. Höchster Neueinsteiger der Woche ist hier auf Position drei Ich find Schlager toll - Herbst/Winter 2018/19".

Ebenfalls sofort nach der ersten Verkaufswoche in die Top 10, und zwar exakt auf Rang neun, gelangt zudem die Kopplung "TechnoBase.FM Vol. 21."

Auch bei den Compilations ist Universal Music mit einem Anteil von 49,7 Prozent Primus der Woche bei den Vertrieben und verweist Sony Music (36,4 Prozent) auf den zweiten Platz. Die Top 5 vervollständigen Edel/Kontor (4,9 Prozent), Warner Music (4,5 Prozent) sowie Zyx (2,6 Prozent).