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Bundesverband begrüßt EU-Entscheidung zum Urheberrecht

In einer ersten Stellungnahme wertet Florian Drücke, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Musikindustrie (BVMI) die Abstimmung der EU-Parlamentarier als "ein klares und selbstbewusstes Signal des europäischen Gesetzgebers".

12.09.2018 13:52 • von Dietmar Schwenger
Auch beim Bundesverband ist man zufrieden mit dem Ergebnis der Abstimmung im EU-Parlament: Florian Drücke vom BVMI begrüßte die Entscheidung (Bild: BVMI)

Der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) begrüßt den Ausgang der Abstimmung im EU-Parlament zur Reform des europäischen Urheberrechts. Die Abgeordneten haben am 13. September 2018 in Straßburg mehrheitlich unter anderem für den für die Branche besonders wichtigen Artikel 13 gestimmt. Dieser sieht vor, die sogenannten User Uploaded Content-Plattformen stärker in die Verantwortung zu nehmen, zum Beispiel durch die Festlegung, dass sie Lizenzen für die von Nutzer hochgeladenen Inhalte erwerben müssen.

"Das Votum der europäischen Abgeordneten, die sich heute mehrheitlich für den von Berichterstatter Axel Voss aufgezeigten Weg und damit für mehr Verantwortung der Plattformen entschieden haben, ist ein klares und selbstbewusstes Signal des europäischen Gesetzgebers und eine sehr gute Nachricht für Europas Kreative und ihre Partner!", sagt Florian Drücke, der Vorstandsvorsitzende des BVMI.

"Im Trilog gilt es nun, das Gesetzgebungsverfahren in diesem Geiste weiterzuführen und damit bald für die überfällige Klarheit im Digitalen Binnenmarkt zu sorgen. Das digitale Lizenzgeschäft ist die Lebensader der digitalen Kreativwirtschaft."

"Das heutige Abstimmungsergebnis ist darüber hinaus auch ein entscheidendes und wertvolles Bekenntnis zur europäischen Kultur- und Kreativwirtschaft in einer Zeit, in der die Kultur und ihre Bedeutung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt Europas besonders im Mittelpunkt stehen", so Drücke weiter.