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Deutsche Grammophon will Spitzenposition am Markt ausbauen

Am 11. September richtete die Deutsche Grammophon die Night Of Classics aus. Dabei gewährte das Team um Clemens Trautmann Einblicke in aktuelle und kommende Schwerpunkte, rückte Künstler von Nadine Sierra über Peter Gregson bis Julia Lezhneva in den Fokus und unterstrich zudem den Anspruch der Klassiksparte von Universal Music auf die Marktführerschaft.

12.09.2018 11:40 • von
Feierten zusammen: Das Danish String Quartet, Ólafur Arnalds (dritter von links), Joep Beving (vierter von links) und Clemens Trautmann (CEO Deutsche Grammophon, ganz rechts) (Bild: Stefan Hoederath)

Am 11. September 2018 richtete die Deutsche Grammophon die Night Of Classics aus. Dabei gewährte das Team um President Clemens Trautmann Einblicke in aktuelle und kommende Schwerpunkte zum Saisongeschäft, rückte Künstler von Nadine Sierra über Peter Gregson bis Julia Lezhneva in den Fokus und unterstrich zudem den Anspruch der Klassiksparte von Universal Music auf die Marktführerschaft.

Zunächst aber stand der offizielle Teil der Eröffnung der DG Lounge auf der Agenda: In den Räumlichkeiten von Dussmann - Das KulturKaufhaus durchschnitten Clemens Trautmann und Hannes Kraus symbolisch ein gelbes Band, und gaben damit eine aufwändig gestaltete Verkaufsfläche frei, die sich passend zum 120. Jubiläum des renommierten Labels ganz dem Programm der Deutschen Grammophon widmet. "Ihr seid die Hausherren, wir die Hausbesetzer", scherzte Clemens Trautmann hier im Gespräch mit Hannes Kraus.

Die amerikanische Sängerin Nadine Sierra beeindruckte dabei im intimen Rahmen und nur mit Gitarrenbegleitung mit einer Arie von Heitor Villa-Lobos - und schlug im Gespräch mit Clemens Trautmann ebenso elegant einen Bogen von künstlerischen Ansprüchen zu Haltungsfragen in der anhaltenden gesellschaftlichen Diskussion.

Aus den Dussmann-Räumen ging es anschließend weiter ins nahe Humboldt Carré, wo Clemens Trautmann mit seinem Team die Aktivitäten der Deutschen Grammophon im Jubiläumsjahr vorstellte: "In unserem 120. Jubiläumsjahr wollen wir als Deutsche Grammophon mit unseren Partnerlabels Decca, Mercury KX und ECM ein Motor des deutschen Klassikmarkts sein und mit hochwertigen physischen Editionen und digitalen Kampagnen Impulse setzen. Über allem steht aber der ästhetische Anspruch der Deutschen Grammophon, und ich bin froh, dass er heute durch unsere Vokal- und Instrumentalkünstler und Gäste aus Bildender Kunst und Wissenschaft eindrucksvoll nachgewiesen wurde."

Trautmann nannte zudem Zahlen zur Position der Deutschen Grammophon im deutschen Klassikmarkt: "Wir liegen um zehn Prozentpunkte beim Marktanteil vor dem nächstgrößeren Mitbewerber, vor einem Jahr waren es nur fünf Prozentpunkte." Diese Entwicklung sei als ein Signal zu verstehen, dass die Deutsche Grammophon auch weiterhin daran arbeiten werde, den Markt, die klassische Musik und die Künstler insgesamt voranzubringen.

Das Spektrum der anschließenden Präsentationen reichte von einer Gold-Verleihung an Max Raabe für Verkaufserfolge mit Der perfekte Moment über Auftritte von Peter Gregson, Julia Lezhneva zusammen mit Franco Fagioli, dem von ECM ins Rennen geschickten Danish String Quartet sowie einem Besuch von Ólafur Arnalds bis hin zu einem ganz besonderen "Unboxing", bei dem sich Clemens Trautmann und der bildende Künstler Gregor Hildebrandt live auf der Bühne über die Gestaltung der "Karajan Art Box" austauschten. Ausgepackt wurde aber auch eine umfangreiche Gesamtwerkschau von Johann Sebastian Bach, entstanden in Zusammenarbeit mit dem Bach-Archiv Leipzig.

In seinem Schlusswort räumte Clemens Trautmann schließlich noch ein, dass zwar der Start ins laufende Jahr nicht ganz so verlaufen sei, wie von manchen Partnern erhofft, dass man nun aber alles daran setze, einen tollen Schlussspurt zu schaffen. Er freue sich auf den Herbst und das Saisongeschäft - unter anderem mit einem Weihnachtsalbum von Rolando Villazón, von dem er gerade erste Höreindrücke gewonnen habe: "Ich habe das Gefühl, dass wir alle an einem Strang ziehen", sagte Trautmann in Richtung der Partner aus Handel und Medien, "und das ist ein gutes Gefühl".