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UK-Charts: 20. Woche auf eins für "The Greatest Showman"

In den UK-Longplaycharts steht der Soundtrack zu "The Greatest Showman" in der 20. Woche auf der Pole Position - so lange wie zuletzt Ed Sheeran mit "÷ (Divide)". Bei den Singles sichern sich Clean Bandit mit "Solo" ihre vierte Nummer eins. Änderungen stehen beim Regelwerk für die Erstellung der britischen Singles-Hitliste an: So zählen hier in Kürze Video-Clips mit.

25.06.2018 16:24 • von Frank Medwedeff

In den UK-Longplaycharts steht der Soundtrack zu The Greatest Showman" in der 20. Woche auf der Pole Position - so lange wie zuletzt Ed Sheeran mit ÷ (Divide)". Insgesamt kommt das Album zum Kinomusical laut der Official Charts Company (OCC) mittlerweile auf 420.000 verkaufte physische Tonträger, 305.000 Chartseinheiten aus Streamings und 186.000 verkaufte Downloads des Longplayers im Vereinigten Könrigreich.

Gorge Ezra verharrt mit Staying At Tamara's" an zweiter Stelle. Die australische Band 5 Seonds Of Summer" platziert ihr Album Youngblood" - den neuen Spitzenreiter in den USA - in Großbritannien nach der ersten Verkaufswoche auf Rang drei.

Auf Platz vier stehen bleibt das Album The Beach Boys With The Royal Philharmonic Orchestra". Neuzugang auf Rang fünf sind The Carters - also Beyoncé und ihr Ehemann Jay Z - mit dem gemeinsamen Werk Everything Is Love". Ed Sheerans "÷ (Divide)" fällt um eine Position zurück auf die Sechs. Johnny Marr, der einstige Gitarrist von The Smiths, entert das Tableau mit seinem neuen Soloalbum Call The Comet" auf dem siebten Rang.

Von sechs auf acht sinkt Post Malones Beerbongs & Bentleys". ?", das zweite Album des am 18. Juni ermordeten US-Rappers XXXTentacion, steigt signifikant von Platz 83 auf neun. Und Anne-Maries Speak Your Mind" klettert vom 13. auf den zehnten Rang.

Von Platz zwei aus rückt in den britischen Singlescharts das Stück Solo" von Clean Bandit feat. Demi Lovato auf die Pole Position vor. Für die Elektropop-Formation Clean Bandit ist dies, wie die OCC bestätigt, schon der vierte Nummer-eins-Hit in ihrem Heimatland - und der siebte Titel in den Top 5, was im laufenden Jahrzehnt kein anderer Act aufzuweisen hat.

George Ezra verbessert sich mit "Shotgun" von vier auf zwei, während Anne-Maries Single 2002" weiterhin Position drei einnimmt. Die Tabellenführerin von vergangener Woche, Jess Glynne, belegt mit I'll Be There" nun Rang vier, und Fünfte bleibt Ariana Grande und ihr Hit No Tears Left To Cry".

Innerhalb der Top 10 steigern kann sich nur noch Tom Walkers Leave A Light On" (von acht auf sieben), und den Sprung unter die ersten Zehn schaffen per Satz von zwölf auf acht Years & Years mit dem Song "If You're Over Me".

Höchser Neuzugang der Woche ist auf Rang 20 Bed", eine gemeinsame Aufnahme von Nicki Minaj und Ariana Grande.

Derweil verkündet die OCC Änderungen des Regelwerks für die UK-Singlescharts. So zählen die britischen Chartsermittler ab Freitag, dem 29. Juni, erstmals den Konsum von Videoclips mit. Dabei fließen sowohl Streams als auch Downloads von Musikvideos über Dienste wie YouTube, Apple Music, Spotify und Tidal in die Auswertung ein.

Hintergrund ist zum einen die Einführung von Video-Streaming-Angeboten von Spotify, Apple Music und Tidal in den letzten Monaten, zum anderen der Start des Abodienstes von YouTube für Audio- und Videoinhalte.

Dazu erklärt Martin Talbot, geschäftsführernder Vorstand der OCC: "Dies ist ein bedeutender Schritt für Großbritannien, der sicherstellt, dass die offiziellen Charts weiterhin uneingeschränkt die umfassendste und zuverlässigste Hitliste im Vereinigten Königreich darstellen. Im modernen Zeitalter sind Künstler zunehmend vielfältige Schöpfer mit einer ausgeprägten visuellen Komponente parallel zu ihrer Musik. Die Einbeziehung von Videos gewährleistet, dass die offiziellen Singlescharts die Kreativität der Künstler in ihrer größtmöglichen Breite widerspiegeln - und die Beschäftigung der Fans mit deren Visionen."

Zudem stehen Veränderungen bei der Berechnung von Musikstreamings für die UK-Singlescharts bevor: Bislang zählten 150 Streamings - egal ob per Abo oder über werbefinanzierte Dienste abgerufen - wie eine verkaufte Single. Die neue Regelung wertet 100 über Abonnements bezahlte Songstreams wie einen verkauften Song, bei Abrufen über werbefinanzierte Angebote beträgt das Verhältnis 600 zu eins.