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Grammy-Chef Portnow kündigt Rückzug an

Neil Portnow, President & CEO der Recording Academy, will seinen bis Mitte 2019 laufenden Vertrag nicht noch einmal verlängern. Portnow geriet im Frühjahr 2018 bei der 60. Verleihung der US-Musikpreise im Zusammenhang mit der Diskussion ums Thema Geschlechtergerechtigkeit ins Visier der Öffentlichkeit.

01.06.2018 13:04 • von
Will seinen Vertrag als Grammy-Boss nicht verlängern: Neil Portnow, hier in einem Videoclip zur 60. Verleihung des US-Musikpreises auf den Onlineseiten der Grammy-Organisatoren (Bild: grammy.com/grammys/videos/neil-portnow-60th-grammy-awards-speech)

Neil Portnow, President & CEO der Recording Academy, will seinen bis Mitte 2019 laufenden Vertrag nicht noch einmal verlängern. Das gaben die Grammy-Veranstalter am 31. Mai bekannt. Portnow habe den Vorstand der Grammy-Gesellschaft in der vergangenen Woche darüber informiert. In den kommenden zwölf Monaten wolle er seine Aufgaben fortführen und daran mitwirken, den Übergang an der Spitze der Recording Academy zu gestalten.

Portnow geriet zuletzt im Frühjahr 2018 bei der 60. Verleihung der US-Musikpreise ins Visier der Öffentlichkeit, als er in der laufenden Diskussion ums Thema Geschlechtergerechtigkeit sinngemäß meinte, dass Frauen sich einfach mehr anstrengen müssten. Weibliche Führungskräfte aus dem Musikgeschäft forderten anschließend in einem Brief mehr Transparenz und Mitbestimmungsmöglichkeiten bei den Grammys. Portnow entschuldigte sich inzwischen für seine Wortwahl und richtete unter anderem eine Task Force ein.

Neil Portnow, zuvor unter anderem in Diensten von Zomba, EMI, Arista und Twentieth Century Fox, trat als Präsident der Akademie die Nachfolge von Michael Greene an, der der sexuellen Belästigung von Mitarbeiterinnen der Academy verdächtigt wurde.