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UK-Charts: Kylie Minogue und Drake stürmen voran

Kylie Minogue übernimmt mit "Golden" als Neueinsteigerin die Tabellenspitze der britischen Longplaycharts und kann ihr sechstes Nummer-eins-Album im Vereinigten Königreich feiern. Bei den Singles rast Drake mit "Nice For What" ebenfalls direkt auf die Pole Position.

16.04.2018 16:48 • von Frank Medwedeff

Kylie Minogue übernimmt mit ihrem beim neuen Partner BMG erschienenen Album Golden" als Neueinsteigerin die Tabellenspitze der britischen Longplaycharts. Laut der Official Charts Company (OCC) kam die gebürtige Australierin damit in der aktuellen Erhebungswoche auf 48.000 "kombinierte Verkäufe" (inklusive eingerechneter Streamings).

Für die Popikone ist dies ihr sechstes Nummer-eins-Album im Vereinigten Königreich. Zuvor triumphierte sie hier 1988 mit "Kylie", 1989 mit "Enjoy Youself", 1992 mit ihren "Greatest Hits", 2001 mit Fever" sowie 2010 mit Aphrodite". Für Alistair Norbury, President Repertoire & Marketing BMG UK, basiert der aktuelle Sprung an die Spitze auf einer "perfekten Kombination einer Künstlerin in Bestform, eines herausragenden Albums und einer makellos umgesetzten Marketingkampagne".

Allein 6400 Fans erwarben "Golden" auf Vinyl, womit es laut der OCC das am schnellsten verkaufte Vinylalbum des Jahres bislang in Großbritannien ist. Auch als MC stelle Minogue damit den Bestseller des Jahres auf der Insel; von "Golden" seien bereits binnen einer Woche mehr Cassetten verkauft als vom erfolgreichsten Album in diesem Format 2017, Kasabians For Crying Out Loud", im gesamten vergangenen Jahr.

Minogues "Golden" siegt in der UK-Longplayhitliste mit 13.000 Einheiten Vorprung vor dem Soundtrack zu The Greatest Showman" und verweist den Spitzenreiter der Vorwoche damit mit deutlichem Abstand auf die zweite Position. Auch George Ezra geht mit Staying At Tamara's" ebenfalls um eine Rangstufe abwärts auf die Drei.

Thirty Seconds To Mars rocken sich mit America" von null auf vier und erreichen in Großbritannien ebenso eine neue Rekordnotierung für die Band wie mit Platz eins in Deutschland und Rang zwei in den USA.

Es schließen sich zwei weitere Neueinsteiger an: The Courteneers landen mit dem Einzug von "St. Jude - Rewired" auf Rang fünf bereits ihr sechstes Top-10-Album in ihrer britischen Heimat. Und die aus New York stammende Rapperin Cardi B platziert ihr Debütalbum Invasion Of Privacy", den neuen Spitenreiter der US-Albumcharts, im Vereinigten Königreich ad hoc auf Rang sechs. Ed Sheeran büßt dadurch zwei Plätze gegenüber der Vorwoche ein und ist jetzt Siebter des Tableaus mit ÷ (Divide)".

Der Londoner Sänger, Songwriter und Produzent Tom Misch platziert seinen ersten Longplayer, Geography", auf Anhieb auf Rang acht. Von drei auf neun nach unten bewegt sich The Weekend mit seiner EP My Dear Melancholy,". Und als Neuzugang auf den zehnten Rang kommt der neue Longplayer der Eels, The Deconstruction".

Auch in den UK-Singlescharts siegt ein Neueinsteiger. Drake setzt sich mit seinem erst am Samstag, dem 7. April, veröffentlichten Track Nice For What" an die Spitze - seinem zweiten Nummer-eins-Hit in diesem Jahr nach "God's Plan" und seinem vierten insgesamt. Der kanadische Superstar siegt laut der OCC ganz knapp vor dem Spitzenreiter der vergangenen Woche, Freaky Friday" von Lil Dicky feat. Chris Brown. Damit hatte BMG seine erste Nummer eins als Label in den UK-Singlescharts gefeiert und verpasst in dieser Woche die Doppelführung bei Alben und Singles nur um Haaresbreite.

Auf Rang drei der UK-Singlescharts debütiert One Kiss", eine Kollaboration von Calvin Harris mit Dua Lipa. Die Top Five komplettieren These Days" von Rudimental feat. Jess Glynne, Macklemore & Can Caplen (von zwei auf vier) sowie George Ezras Paradise" (von vier auf fünf).

Longplaysiegerin Kylie Minogue taucht hier mit Dancing" auf Rang 38 auf. Das ist ihr 51. Top-40-Hit in den UK-Singlescharts.

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