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Facebook nutzt international den ICE

Das von PRS for Music, GEMA und STIM gegründete Gemeinschaftsunternehmen ICE und der Facebook-Konzern haben einen Lizenzdeal geschlossen. Die Vereinbarung deckt die Nutzung der Werke von mehr als 290.000 Rechteinhabern in rund 160 Nationen ab.

21.02.2018 11:54 • von
- (Bild: icerights.com, Screenshot)

Das von den drei Verwertungsgesellschaften GEMA, PRS for Music und STIM gegründete Gemeinschaftsunternehmen ICE und der Facebook-Konzern haben einen Lizenzdeal geschlossen. Die Vereinbarung deckt die Nutzung der Werke von mehr als 290.000 Rechteinhabern in rund 160 Nationen über Facebook, Instagram und Oculus sowie den Messenger ab.

Das gaben die Lizenzplattform und die Betreiber des sozialen Netzwerks am 21. Februar 2018 bekannt. Dabei geht es unter anderem um die Einbindung von Musik in Videos von Nutzern der Plattformen. Zuvor hatte Facebook bereits Abkommen mit Musikunternehmen wie , oder Kobalt geschlossen.

Bei ICE wertet man den Abschluss als Meilenstein und ein bedeutendes Zeichen der Bereitschaft der Facebook-Betreiber, gemeinsam mit der Musikwirtschaft an einer angemessenen Vergütung der Rechteinhaber für den Einsatz zu arbeiten.

Im Hause Facebook zeigt sich Anjali Southward, Head of International Music Publishing Business Development, begeistert vom Abschluss eines so bislang noch beispiellosen Lizenzvertrags. Ben McEwen, Commercial Director bei ICE Services in London, freut sich derweil auf die Zusammenarbeit mit dem Facebook-Konzern: "Die Zukunft der Musik hängt auch davon ab, dass unsere Industrien gemeinsam neue Arten der Musiknutzung im digitalen Zeitalter entwickeln, um Songwriter und Komponisten so ein künftiges Auskommen zu sichern."

Man wolle gemeinsam mit Facebook an einem Reporting-System für den Einsatz von Musik arbeiten, um somit schließlich korrekte Tantiemenabrechnungen möglich zu machen.

Bei ICE beziffert man die weiter wachsende Facebook-Nutzerzahl auf 2,1 Milliarden, 1,4 Millionen Menschen würden täglich auf den Dienst zugreifen. Die ICE-Plattform kommt inzwischen laut Unternehmensangaben auf mehr als 40 Lizenzdeals und soll seit 2016 zusammen mehr als 300 Millionen Euro an die Rechteinhaber ausgeschüttet haben.